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Nuke Festival: Zehntausende gedenken den A4-Opfern

Wir sind zutiefst berührt: In der Ausgelassenheit eines Musikfestivals schaffte man es mit einer bewegenden Rede und einer Schweigeminute alle im Gedenken um die A4-Opfer und die aktuelle Situation für Flüchtlinge zu vereinen.

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Die gesamte Szene siehst du in obigem Video.

© Video: Arcadia Live

Zehntausende gröhlende, jubelnde Menschen auf einem Musikfestival zum Schweigen zu bringen ist definitiv keine leichte Aufgabe. Aber die ehrliche Betroffenheit um die Flüchtlingstragödie im Burgenland, weswegen 59 Männer, 8 Frauen und 4 Kinder ihr Leben verloren haben, verband sämtliche Künstlerinnen und Künstler und Publikum in einer Schweigeminute.

Vor dem Auftritt von Parov Stelar traten überraschend alle Music-Acts auf die Bühne des Nuke-Festivals und auf den Monitoren war auf einmal die Schlussszene von Charlie Chaplins "Der große Diktator" zu sehen. Der Film, der 1940 gedreht wurde, um die Welt aufzurütteln und vor dem Schreckensregime der Nationalsozialisten zu warnen. Und welcher heute erschreckender Weise aktueller ist denn je.

Langsam erkennen die Menschen, was hier gezeigt wird und eine alles ergreifende Betroffenheit macht sich breit. Eine gemeinsame Trauer um die 71 Toten auf der A4, aber gleichermaßen aufgrund der aktuellen Situation für Flüchtlinge in Österreich, die einen einfach nur fassungslos zurücklässt.

Wenn du ebenso deinen Respekt gegenüber den Verstorbenen, aber auch deine Solidarität gegenüber den Lebenden zeigen möchtest und ein Zeichen setzen möchtest, dann sei dabei bei der Demonstration "Mensch sein in Österreich" am Montag, den 31. August um 18.00 Uhr beim Christian-Broda-Platz (Mariahilfer Straße) in Wien. Mehr Informationen findest du hier: Demonstration „Mensch sein in Österreich“

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