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Nur noch online?

Online-Welt: Sie simsen, bis die Finger glühen, telefonieren, bis der Akku leer ist, und zocken gemeinsam um die Wette – wir waren bei zwei digitalen Familien zu Besuch …


Nur noch online?
© Rudi Froese

"Erst vergangenes Jahr musste ein radikaler Digitalentzug her", verrät Unternehmerin Kasia Greco (siehe Foto), 41. "Videos, Nintendo, PlayStation – die Kinder konnten sich ohne technischen Schnickschnack nicht mehr beschäftigen." Also gab’s vier Monate ein absolutes Computer- und Fernsehverbot. Die Folge: Zwei Wochen Frustration bei den Jungs Lorenzo, 10, und Alessandro, 7 (siehe Foto)." Sie haben dann aber recht schnell wieder gelernt, miteinander zu spielen, und schalten jetzt ohne Murren die Geräte ab, wenn wir sie dazu auffordern."

Medienkompetenz.

Die Greco-Sprösslinge zählen zu jenen 84 Prozent der Kinder zwischen sechs und elf Jahren, die eine Spielkonsole besitzen. Wie 83 Prozent der Kids unter elf haben die beiden allerdings noch keinen eigenen PC. Auch der Fernseher steht bei Familie Greco im Wohnzimmer. Anders als bei einem Viertel der österreichischen Haushalte: Dort steht ein TV-Gerät im Kinderzimmer. Wann der Bildschirm läuft und wie lange die Kids online sein dürfen, wird dabei zwar von den Eltern kontrolliert – häufig wissen die aber nicht darüber Bescheid, welche Seiten die Sprösslinge besuchen und welche Apps sie installieren. "Vielen Eltern fehlt es an Medienkompetenz. Ihre Aufgabe ist es, sich internetfit zu machen, die Spielregeln der digitalen Welt zu kennen und der Technik gegenüber aufgeschlossen zu bleiben", so Medien-Expertin Karoline Simonitsch. "Nur so lässt es sich vermeiden, dass die Kids in Abofallen tappen oder auf unseriöse Websites gelangen." Die Zahlen bestätigen die Annahme: Lediglich 21 Prozent der Eltern fühlen sich im Umgang mit neuen Medien kompetent.

Lesen Sie alles dazu in WOMAN 22/2012.

Redaktion: Katharina Domiter