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"Öko-Test" nahm Haferflocken unter die Lupe

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"Öko-Test" nahm Haferflocken unter die Lupe

"Öko-Test" nahm Haferflocken unter die Lupe

© APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose

Haferflocken gelten als gesunde Sattmacher. Zwei Drittel von 29 eingekauften Produkten hielten der Prüfung von "Öko-Test" stand. Nur wenige vermiesen die Testergebnisse mit giftigen Schimmelpilzen.

Sie veredeln nicht nur Porridge, sorgen für Crunchy-Kuchenböden oder verhelfen Muffins zu gesünderen Ballaststoffen. Haferflocken sind vor allem für viele ein Muss im Frühstücksmüsli. Was so sehr in aller Munde ist, muss unbedenklich sein, findet die Zeitschrift "Öko-Test" und nahm die kernigen Flocken für ihre Ausgabe 10/2022 im Labor auseinander.

Ergebnis: Von 29 Produkten aus (Bio-)Supermärkten, Discountern und Drogerien sind zwei Drittel zu empfehlen: 18 schneiden sehr gut ab, drei weitere gut. Bei vier Produkten mit dem Urteil "befriedigend" finden sich erhöhte Spuren von Pestiziden oder Mineralölen sowie Schimmelgiften. Bei weiteren vier Produkten waren die Belastungen so erhöht, dass sie mit "ungenügend" durch den Test rasselten.

Die toxischen Pilze hätten den Hafer bereits auf dem Feld befallen. Die Tester warnen: Sie sind zellgiftig und können das Immunsystem schwächen. Ein Händler hat die beanstandete Charge daraufhin sofort aus dem Verkauf genommen, berichten die Öko-Tester.

Erstaunt waren die Einkäufer über die beachtliche Preisspanne für die ausschließlich aus Hafer bestehenden Produkte: Für 500 Gramm kernige Haferflocken zahlten sie zwischen 69 Cent und 3,29 Euro.