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Ölige Angelegenheit – die besten pflegenden Körperöle zum Selbermachen

Sie duften fantastisch, lassen sich toll auf der Haut verteilen und pflegen diese obendrein noch. Nach dem Duschen oder Baden in die noch feuchte Haut einmassiert, wirken Körperöle wie Bodylotionen. Damit wäre auch das Vorurteil gegenüber Ölen – nämlich, dass sie nicht einziehen und einen fettigen Film auf der Haut hinterlassen – vom Tisch geräumt: Durch das Aufeinandertreffen des Körperöls mit der noch feuchten Haut, kommt es zu einer Öl-Wasser-Emulsion – und diese zieht in die Haut ein.

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Ölige Angelegenheit – die besten pflegenden Körperöle zum Selbermachen
© Thinkstock

Im Handel gibt es bereits eine vielfältige Auswahl an tollen Körperölen – passend für alle Hautbedürfnisse. Aber wir können die guten, pflegenden Essenzen nicht nur kaufen, sondern auch selber herstellen.

Um länger etwas von selbstgemachten Körperölen zu haben, füllt man die Öle am besten in verschließbare Fläschchen. Die Öle können auch direkt darin gemischt werden. Bei selbstgemachter Kosmetik ist die Haltbarkeit relativ kurz – auch bei Körperölen besteht die Gefahr, dass sie „umkippen“. Also, unbedingt vor dem Gebrauch auf veränderten Geruch, Farbe und Konsistenz achten. Die Haltbarkeit lässt sich auf zwei Arten verlängern: durch Zugabe von Vitamin E und durch die Aufbewahrung im Kühlschrank. Das Fläschchen dann einfach vor der Anwendung aus dem Kühlschrank stellen und in den Handflächen aufwärmen.

Prinzipiell gilt für die Herstellung von Körperölen, dass zuerst die fettenden Basis- oder Trägeröle, wie etwa Mandel- oder Jojobaöl, in das Fläschchen gefüllt werden. Danach werden die ätherischen Öle – für den Duft zuständig – vorsichtig dosiert tropfenweise hinzugefügt und anschließend im verschlossenen Behältnis gut geschüttelt.

Wichtig ist auch, dass man das selbstgemachte Öl seinen Hautbedürfnissen anpasst und es vor der Anwendung am ganzen Körper zuvor an einer kleinen Stelle der Haut testet, um Unverträglichkeiten auszuschließen.

Selbstgemachtes für die Haut

Mandel-Honig-Öl
40 ml Mandelöl, 27 ml Jojobaöl und 30 ml Pfirsichkernöl in das Fläschchen füllen. Anschließend je 2 Tropfen Honigöl, Sandelholzöl und Kamillenöl beimengen.

Lavendel-Körperöl
100 ml Nachtkerzen- oder Distelöl mit 6 Tropfen Lavendel-, 2 Tropfen Jasmin- und 2 Tropfen Rosen-Öl in einem Behältnis mischen und schütteln.

Orangen-Öl
100 ml Avocado-Öl mit 5 Tropfen Orangen-, 3 Tropfen Jasmin- und 2 Tropfen Sandelholzöl vermengen und das Fläschchen schütteln.

Wer selber eines kreieren will, hält sich am besten an folgende Formel fürs richtige Mischverhältnis: Auf 100 ml Trägeröl kommen max. 10 Tropfen ätherisches Öl.

Welches Öl für welche Haut geeignet ist:

Träger- und Basisöle/fettende Öle:
Um empfindliche Haut kümmert sich Aprikosenkern-, Oliven- und Mandelöl.
Nachtkerzen- und Distelöl sind besonders bei fettiger, unreiner Haut geeignet. Bei trockener Haut empfiehlt sich die Verwendung von Macadamianuss-, Soja-, Avocado- und Jojobaöl.

Ätherische Öle:
Jasmin, Kamille, Lavendel, Rose etwa eignen sich für empfindliche Haut.
Für fettige Haut sind zum Beispiel Bergamotte, Sandelholz und Zypresse empfehlenswert. Trockene Haut freut sich über die Zugabe von beispielsweise Zitrone, Melisse und Eisenkraut.

Wo kaufe ich die Zutaten?
Die Ingredienzien am besten im Fachhandel – zum Beispiel „Die Kosmetikmacherei“ ( www.kosmetikmacherei.at ) – kaufen. Dort erhält man neben unzähligen Ölen und anderen pflegenden Inhaltsstoffen, auch leere Tiegel und Fläschchen, in denen man seine Mixturen abfüllen kann. Viele der Öle und Zutaten bekommt man auch in der Apotheke – einfach nachfragen!

Thema: Selbermachen