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ASICS Österreichischer Frauenlauf: Und wofür läufst du?

Am 3. Oktober ist es wieder soweit: Zum 33. Mal findet der ASICS Österreichische Frauenlauf statt. Wir stellen dir vier Frauen vor, die (wieder) dabei sein werden und lassen sie erzählen, was sie antreibt.

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ASICS Österreichischer Frauenlauf
© ASICS Österreichischer Frauenlauf

Diese Frauen laufen, um etwas zu bewegen: Beim ASICS Österreichischen Frauenlauf geht es um mehr als Sport. Wer teilnimmt, setzt ein starkes Zeichen für alle Frauen, für Mut, Zusammenhalt und Selbstvertrauen. Vier Teilnehmerinnen sagen, warum sie heuer dabei sind. Plus alle Infos, wenn auch du am 3. Oktober mitlaufen möchtest.

"Gesellschaftlich gesehen gibt es noch viel zu tun im Sinne von Arbeitsverteilung und Gerechtigkeit, ich denke da haben wir Frauen noch einen Weg vor uns. " Beim Österreichischen Frauenlauf setzt Elisabeth, 47, ein Zeichen dafür.

Elisabeth, 47: "Meine Motivation: FRAUENSOLIDARITÄT!"

"Ich laufe schon sehr lange, aber immer mit sehr vielen Pausen dazwischen. Ich habe schon 100 mal angefangen und immer wieder aufgehört. Mit den vielen Lockdowns und dem Abschluss meiner Ausbildung hatte ich wieder mehr Zeit und habe letztes Jahr im März wieder einmal mit dem Laufen begonnen, da es so ein guter Ausgleich in meinem Alltag ist. Ich bin jetzt viel fitter, viel ausgeglichener. Auch Stolz schwingt mit, ich habe einfach Freude an der Bewegung. Meine Motivation dahinter ist die Ruhe, die Pause, das Leer-Werden im Kopf. Ich habe keine konkreten Ziele, sondern Laufen bedeutet einfach Zeit für mich zu haben und abzuschalten.

Außerdem habe ich eine ganz starke Vorbildfunktion in der Familie, zum Beispiel ist mein Vater Läufer. Sport und Laufen war immer sehr präsent in meiner Familie. Es ist so einfach, man kann überall und jederzeit laufen. Es passt gut zu meinem vollgefüllten Leben."

Michaela, 16, liebt es, bei dem Event teilzunehmen: "Laufen macht happy und schweißt uns so richtig zusammen!"

Michaela, 16: "Ich laufe für mehr GIRLPOWER!"

"Jeder hat seine Stärken – meine ist das Laufen. Schon als kleines Kind bin ich nicht gegangen, sondern gleich gerannt. Es ist für mich ein Lebensgefühl und macht mich happy. Als unsere Lehrerin uns vom Frauenlauf erzählt hat, war ich sofort begeistert. Endlich nicht mehr nur daheim und in der Schule laufen, sondern bei einem richtig großen Event! Meinen Freundinnen ist es auch so gegangen. Ausnahmsweise hat unsere Lehrerin einmal nicht lange fragen müssen, bis sich jemand freiwillig gemeldet hat.

Die Veranstaltung ist ein echter Motivations-Boost für mich und meine Freundinnen! Jedes Jahr auf Neue will ich mich verbessern und meine Zeit toppen. Ich bin dabei nicht verbissen, es taugt mir einfach, wenn mich das Training besser macht! Ich bringe meinen Körper zwar an seine Grenzen, aber ich bin unheimlich stolz auf mich, wenn ich das erreiche, was ich mir vorgenommen habe. Ich fühle mich dann insgesamt stärker und bin zufriedener mit mir – und natürlich ist es auch schön, wenn mich andere loben und meine Leistung respektieren. Laufen zeigt dir, was in dir steckt und was mit ein wenig Einsatz schon möglich ist!

Inzwischen sind wir schon seit drei Jahren dabei und es macht jedes Mal mehr Spaß. Nicht nur der Lauf, auch das ganze Drumherum! Es beginnt damit, dass wir unsere Startsackerl mit den vielen tollen Goodies abholen. Das Laufshirt ist wie eine Auszeichnung fürs Mitmachen! Und vom Lauf mit den vielen anderen Mädels und Frauen bin ich auch Tage danach ganz beflügelt. Das will ich immer wieder erleben!"

"Für den Frauenlauf zu trainieren ist der Startschuss für eine sportliche, berufliche und menschliche Weiterentwicklung. Es hat mir geholfen, ausgeglichener zu werden und fokussiert an Ziele heranzugehen", weiß Christina, 39. Sie ist heuer zum 12. Mal dabei.

Christina, 38: "Mein Antrieb: Echte CHANCENGLEICHHEIT!"

"Vor rund 50 Jahren gab es noch so viele Mythen, um Frauen von der Teilnahme an Laufbewerben auszuschließen. Laut Sportfunktionären hieß es damals, Frauen seien 'zu schwach' für einen Marathon und ihnen könne 'beim Laufen die Gebärmutter herausfallen'. Auf Wettkampfstrecken, die länger als 2,4 km waren, wurden Frauen daher nicht zugelassen. Heute laufe ich zusammen mit meiner Mutter beim Österreichischen Frauenlauf die 10 Kilometer und möchte damit zeigen: Frauen können alles schaffen, was sie sich vornehmen!

Schon als Jugendliche habe ich den Laufsport als Zeit für mich genutzt. Laufen bedeutete, das Hirn auszulüften, die Gedanken ziehen zu lassen und dann wieder gestärkt in den Alltag zu gehen. 2009 war ich dann das erste Mal beim Österreichischen Frauenlauf dabei. Ich bin zusammen mit ein paar Arbeitskolleginnen und meiner Mutter die 10 Kilometer gelaufen. Das hat großen Spaß gemacht, weil es mich gleichzeitig motiviert und entspannt hat. Und es war wahnsinnig schön zu sehen, dass wir – unabhängig vom Alter – alle die selbe Aufgabe bewältigen können. Diese Chancengleichheit würde ich mir auch in vielen anderen Bereichen wünschen! Für mich war der Frauenlauf außerdem der Startschuss für die persönliche Weiterentwicklung. Ich wollte meine Zeit unbedingt verbessern und habe daher auch nach dem Lauf fleißig weitertrainiert. Mit Erfolg! Ich hoffe, dass auch heuer wieder so viele mitmachen und gemeinsam laufen – für sich selbst, für die Frauen und für gleiche Chancen!"

Sandra, 32, ist seit 2012 am Start: "Der Österreichische Frauenlauf hat aus mir eine Marathonläuferin gemacht. Als Mutter eines 3-jährigen Sohnes laufe ich aber auch mit, um mich für die Gleichberechtigung von Müttern am Arbeitsmarkt einzusetzen."

Sandra, 32: "Ich renne für GLEICHBERECHTIGUNG!"

Der Österreichische Frauenlauf 2012 war mein erster offizieller Lauf. Auf die Idee hat mich und vier weitere Mädels eine gemeinsame Freundin gebracht. Zusammen wollten wir einfach dabei sein und Spaß haben. Mein persönliches Ziel war aber auch, es irgendwie zu schaffen, die 5 km durchzulaufen. Damals, mit Anfang 20, war ich eine totale Laufanfängerin. Ich hatte absolut keine Kondition und konnte nicht einmal eine Viertelstunde am Stück laufen. Und mir fehlte die Motivation, neben Studium und Arbeit auch noch laufen zu gehen. Zusammen mit meinen Freundinnen habe ich den inneren Schweinehund dann aber doch überwunden – und es bei meinem ersten Frauenlauf überglücklich mit einer Pace von 6:19 min/km ins Ziel geschafft. Seitdem war ich bei unzähligen anderen Läufen und rund 15 Halbmarathons dabei, meine Pace hat sich auf 5:13 min/km verbessert und der Österreichische Frauenlauf steht jedes Jahr fix in meinem Terminkalender.

Laufen soll Spaß machen, aber ich möchte auch jedes Jahr meine Leistung verbessern. Durch den Österreichischen Frauenlauf konnte ich das erste Mal die 10-km-Distanz laufen. Diesen Push fürs Selbstwertgefühl kann ich in meinem Leben als junge Mama gut brauchen. Denn nach wie vor werden Mütter noch viel zu oft benachteiligt und müssen sich die Gleichberechtigung hart erkämpfen. Für diese Botschaft mache ich beim Frauenlauf mit: Wir sind Frauen, wir sind viele und wir möchten, dass Beruf und Familie vereinbar sind. Ohne Ausbau der Kinderbetreuung werden wir auf dem Arbeitsmarkt schließlich immer benachteiligt werden."

Willst auch du am ASICS Österreichischen Frauenlauf teilnehmen?

Alle Infos zur Teilnahme - virtuell oder vor Ort - findest du hier! Zur Auswahl stehen 5 Kilometer oder 10 Kilometer laufen oder 5 Kilometer Nordic Walking.