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Offene Beziehung: Das sollte dir klar sein

Offene Beziehungen sind schrecklich – wenn man nicht weiß, worauf man sich einlässt. Und können großartig sein, wenn man vorbereitet ist. Was du wissen solltest.

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Offene Beziehung: Das sollte dir klar sein

Offene Beziehungen: Auf was lassen wir uns ein?

© Thinkstock/ Image Source

Vielleicht seid ihr schon länger in einer festen Partnerschaft, vielleicht erst frisch verliebt. Und plötzlich kommt der Vorschlag oder der Gedanke, es doch mal mit einer "offenen Beziehung" zu probieren. Kurzum: Wir sind ein Paar. Aber Sex mit anderen ist trotzdem okay. Ein bisschen in andere verliebt sein auch.

Kann das klappen? Trotz Eifersucht, mit One Night Stands und manchmal gefühlter Einsamkeit?

Es kann. Wenn man ein paar Regeln kennt, wenn man sich genau überlegt, auf was man sich mit einer "offenen Beziehung" einlässt.

Wir sagen dir, was auf dich zukommt. Und wie du dich zumindest ein wenig vorbereiteter auf das Partnerschafts-Konzept einlässt.

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Deine Beziehung sollte stabil sein. Eine offene Beziehung ist definitiv ein schlechtes Modell für eine Partnerschaft, in der es kriselt. Denn erlaubter Sex mit Fremden hört sich zwar körperlich spannend an - kann aber auf jeden Fall auch für zumindest einen Partner immer wieder emotionalen Stress bedeuten. Wenn ihr euch eurer Liebe nicht wahnsinnig sicher seid und wisst, wie ihr offen und ehrlich miteinander kommuniziert und etwaige Probleme aus der Welt schafft, dann ist die "offene Beziehung" eher ein Garant für eine Entfremdung denn eine Annäherung.

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Es wird Eifersucht geben. Auch wenn ihr noch so locker und entspannt seid: Es wird immer wieder Momente geben, in denen Eifersucht hochkriecht. Schließlich kann es jederzeit passieren, dass sich der Partner verliebt. Dass der Sex mit jemand anderem erfüllender ist. Oder auch nur Zeit für Zweisamkeit vom gemeinsamen Konto abgebucht wird. Wenn ihr diese Ängste und Sorgen thematisieren könnt: gut. Wenn du allerdings jemand bist, der mit seiner Eifersucht nur schwer umgehen kann, dann solltest du dich auch nicht auf eine offene Beziehung einlassen.

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Ihr müsst Regeln aufsetzen 1. Auch wenn alles achso-offen ist: Regeln müssen sein. Geht es allein um Sex mit anderen? Oder darf man andere Menschen auch richtig daten, mit ihnen Alltägliches oder Romantisches (Kinobesuche oder Candlelight-Dinner) erleben? Hat der aktuelle Partner immer Priorität? Wenn ER etwas unternehmen will – wird dann das Treffen mit jemand anderem auf jeden Fall abgesagt? Klarheit ist wichtig. Sonst gibt es Enttäuschungen. Ärger. Und das Ende der Beziehung.

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Ihr müsst Regeln aufsetzen 2. Ihr solltet auch vorab festlegen, wie viel man dem Partner jeweils von den erlaubten Seitensprüngen erzählt. Was will er wissen? Was will man auf keinen Fall erzählen? Es schadet nicht, dieses Reglement schriftlich festzuhalten. Auch wenn es lächerlich erscheint: Aber irgendwann kommt es zur Diskussion. Dann schaden festgeschriebene Vereinbarungen nicht.

Kann man viele Menschen lieben? Warum nicht?
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Wen will ich eigentlich? Das Konzept "offene Beziehung" klingt nach großer Freiheit. Trotzdem solltest du dir vorab überlegen, mit welchen Menschen du eigentlich fremdschlafen willst. Geht es nur um eine Person? Die dich körperlich reizt oder sogar emotional? Handelt es sich wirklich nur um einen bestimmten Menschen, für den du einen Freibrief willst, dann solltest du eher die aktuelle Beziehung in Frage stellen. Aber auch die Frage, ob es Leute gibt, die absolut tabu sind, ist nicht unerheblich. Gemeinsame Bekannte? Verwandte deines Freundes? Wie sieht es mit Kollegen aus?

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Gib' deinen Freunden Bescheid. Nein, es braucht keine offizielle, formelle Verkündung. Aber entscheide, was und wie du es deinem engsten Umfeld mitteilst. Du verhinderst so verzweifelte Anrufe und unnötiges Kopfzerbrechen, wenn dein Freund mit seiner aktuellen Geliebten gesichtet wird.

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Nimm' die Beziehung ernst. Sex mit anderen ist kein Freibrief, den eigenen Partner nicht mehr zu respektieren und zu schätzen. Wie die Backstreet Boys sangen: "Stop playing games with my heart." Das gilt insbesondere für eine "offene Beziehung". Du solltest aber auch deinen Zwischenzeits-Partnern gegenüber mit offenen Karten spielen und ihnen sagen, dass du einen fixen Partner hast. Wenn es dir unangenehm ist, über deine offene Beziehung aufzuklären, dann solltest du auch nicht in einer solchen sein...

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Hab' Spaß! Wenn du festgestellt hast, dass eine "offene Beziehung" genau das richtige Modell für dich ist, dann kann dies erstaunlich und großartig sein. Du findest eine Verbindung zu unterschiedlichsten Menschen, du kannst erkunden, erfahren, erleben und die Liebe lieben. Wenn aber Monogamie tief in dir drin die schönste und erstrebenswerteste Form der Liebe ist, dann lass' es besser bleiben. Das Gute: Du kannst es probieren – aber auch jederzeit den Stecker ziehen, wenn es für dich nicht passt.

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Hy vielleicht kann mir jemand helfen zum Thema offene Beziehung meine Freundin und ich haben seit drei Tagen eine offene Beziehung da ich derzeit Probleme habe im Bett da ich sie über alles liebe ging ich auf die offene Beziehung ein nur komm ich damit jetzt schon nicht klar ich will sie ja nicht verlieren und hatte es ihr auch schon gesagt das ich das nicht kann kann mir jemand helfen