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Oh! It's A Boy!

Der Sohn von Social Media-Expertin Julia Petschinka hat langes Haar. Und wird deshalb oft für ein Mädchen gehalten. Was sie tierisch nervt...

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Kommentare: 2

Oh! It's A Boy!

Er hat lange Haare. Na und?

© Julia Petschinka

Manchmal finde ich es witzig, manchmal (oder eigentlich: öfters) nervt es mich, dass mein Sohn von Fremden immer als Mädchen angesprochen wird – und nicht z.B. als “Kind”, wenn sie unsicher sind, ob er ein Bub oder Mädchen ist.

Und dann, wenn ich anmerke, dass er ein Bub ist… dann habe den Eindruck, als wären die Leute beleidigt.

Sie fangen sofort an, sich zu rechtfertigen. Zu erklären, warum sie ihn für ein Mädchen gehalten haben.

“Wegen der langen Haare!”, “...weil er ein Spangerl hat!”, “...aber er ist einfach zu schön für einen Buben!”, “...wegen der großen Augen!”, “...wegen der langen Wimpern!”, “...naja, mit dem lila Leiberl?”.

Einmal hat mich eine Frau sogar gefragt: “Sicher?” Das war fast schon wieder kurios.

Oh, boy!

Ich weiß, ich sollte nicht weiter darüber nachdenken, es sollte mir eigentlich völlig egal sein.

So ganz kann ich das aber nicht.

Denn im Umkehrschluß bedeutet das, dass es immer noch ein ungeschriebendes Gesetz ist, wie Buben aussehen sollen:

Kurze Haare, niemals ein Spangerl im Haar, grobe Gesichtszüge, keine lila oder rosa Kleidung. Wisst ihr was: Völliger Unsinn. Pff!

Julia Petschinka ist Social Media-Expertin und Flamenco-Künstlerin in Wien. Ihr Blog: JuliaPetschinka.at

Themen: Erziehung, Kinder

Kommentare

Tina

Das ist bei meinem kleinen Bruder auch immer passiert ...."weil er so schöne (lange) Lockerl hat..."

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Beim Sohn meines Partners sagen das die Leute auch immer aber mich stört das überhaupt nicht, solange es dem Kleinen egal ist. Die meisten Menschen glauben auch dass das Christkind ein Mädchen ist, wo es doch das Jesuskind ist......;-)

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