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Femen-Gründerin Oksana Shachko in Paris gestorben

Die 31-jährige Femen-Gründerin Oksana Shachko wurde tot in ihrer Wohnung in Paris aufgefunden. Das offizielle Statement der Polizei ist noch ausständig.

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Oksana Shachko
© 2013 Getty Images

"Die mutigste und verletzlichste Oksana Shachko hat uns verlassen. Wir trauen gemeinsam mit ihrer Familie und Freunden und erwarten die offizielle Meldung der Polizei" , heißt es auf der offiziellen Seite der Frauenrechtsorganisation Femen. Die 31-Jährige wurde am 23. Juli tot in ihrer Wohnung in Paris gefunden.

Oksana Shachko hatte die feministische Protestgruppe 2008 gegründet. Gemeinsam mit ihren Freundinnen und Studienkolleginnen Anna Hutsol und Alexandra Shevchenko. Die drei Ukrainerinnen wollten so um die Rechte von Studentinnen kämpfen und gleichzeitig gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen in der Ukraine protestieren. Anstatt die Proteste auf Fahnen, Banner und Plakate zu schreiben, zogen sich die jungen Frauen aus und malten sich die Parolen auf den Brustkorb.

Durch die Freizügigkeit der Protagonistinnen wurde Femen erst so richtig bekannt. Ihre Aktionen sind teils nicht ganz unumstritten. Der Gruppe wird etwa vorgeworfen, sie würde nur hübsche Frauen für ihre Proteste einsetzen. Femen konterte immer wieder, dass die Nacktheit nötig sei, da man als Frau sonst nicht gehört würde. Und auch die einzelnen Protestaktionen spalten häufig die Gesellschaft ob ihrer extremen Durchführungen. Trotzdem bleibt Femen ihren Vorsätzen treu und setzt sich weiterhin gegen Homophobie, sexuelle Gewalt, religiösen Extremismus und für Frauenrechte ein.