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So kannst du RICHTIG onlineshoppen, um die österreichische Wirtschaft zu stärken

Der Handel muss mit starken Einbußen rechnen. Wir haben mit VertreterInnen der WKO und des Handelsverbandes über richtiges Onlineshoppen gesprochen.


So kannst du RICHTIG onlineshoppen, um die österreichische Wirtschaft zu stärken
© iStock

Jener Handel, der nicht systemerhaltend ist, hat planmäßig für die nächsten drei Wochen geschlossen. Besonders in der Vorweihnachtszeit trifft es die Unternehmen schwer. Und auch am Black Friday stiegen die Umsätze – das fällt heuer weg. Für die KonsumentInnen bedeutet das nicht nur, die Einkaufsplanung für Weihnachten umzuplanen, sondern auch auf gemütliche Einkaufssamstage zu verzichten. Aber seien wir uns ehrlich: Wir können uns gerade keine bessere Abendbeschäftigung vorstellen als durch die Onlineshops zu scrollen und uns selbst ein bisschen zu "belohnen" – schließlich sind die Zeiten schwer genug. Aber wie kann man die österreichische Wirtschaft auch online unterstützen? Wir haben bei der WKO und dem Handelsverband nachgefragt.

»Der Handel rechnet mit Umsatzverlusten von 2,7 Mrd. Euro«

"Der Appell geht an die Konsumentinnen und Konsumenten", so Iris Thalbauer von der WKO. "Sie sind gefragt, sensible Kaufentscheidungen zu treffen." Im Idealfall kauft man also bei österreichischen Handelsbetrieben ein (wir haben hier eine Liste der österreichischen Onlineshops für euch). Die WKO hat zudem schon beim ersten Lockdown eine Auflistung aller österreichischen Onlineshops veröffentlicht – ihr findet sie hier. "Viele Unternehmen bieten einen Lieferservice an", so Thalbauer. Sofern die ersten beiden Möglichkeiten nicht genutzt werden können, rät sie, mit den Einkäufen bis zum 7. Dezember zu warten. Der Handel hätte noch mit den Folgen des ersten Lockdowns zu kämpfen. "Wichtig ist jetzt, dass die Umsätze in Österreich bleiben."

Kann ich bei internationalen Unternehmen einkaufen?

Grundsätzlich ist es für Konsumentinnen und Konsumenten einfach einzusehen, wo sich der Firmensitz einzelner Unternehmen befindet (Webseiten – Impressum/AGB). Wer allerdings doch gerne bei großen internationalen Konzernen online shoppt, macht nicht zwangsweise etwas falsch – zumindest wenn diese Betriebsstätten in Österreich betreiben.

Wer Geschenke im heimischen Handel kauft, sichert Arbeitsplätze

"Internationale HändlerInnen mit Betriebsstätten in Österreich beschäftigen hierzulande Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, führen Steuern und Abgaben ab, bilden Lehrlinge aus. Daher ist ein Einkauf bei diesen volkswirtschaftlich betrachtet allemal besser als das Shoppen bei internationalen eCommerce-Plattformen aus Drittstaaten (z.B. Amazon, Alibaba, wish.com), die kaum etwas in unsere Sozialtöpfe einzahlen und wenig zur heimischen Wertschöpfung beitragen", so Rainer Will, Geschäftsführer des österreichischen Handelsverbandes.

Amazon als Gewinner des zweiten Lockdowns

"Ausgehend von den Erfahrungen aus dem ersten Lockdown ist zu erwarten, dass lediglich ein Viertel der lockdown-bedingten Nicht-Käufe zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Der Rest entfällt oder verlagert sich auf den eCommerce, fast die Hälfte davon auf Amazon", so Rainer Will.

#ÖsterreichSchenktArbeitsplätze

In Zeiten der Corona-Pandemie gibt es etwas, das bei fast allen Konsumentinnen und Konsumenten ganz weit oben auf dem weihnachtlichen Wunschzettel steht: ein sicherer Arbeitsplatz. Aus diesem Grund appelliert der Handelsverband mit der Kampagne #ÖsterreichSchenktArbeitsplätze dazu, in in einem der 13.500 heimischen Webshops oder nach dem Lockdown ab 7. Dezember einzukaufen.

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