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Opa verteidigt schwulen Enkel

Weil eine Mutter ihren Sohn nach seinem Coming-Out vor die Tür setzte, schrieb sein Opa einen wütenden Brief an sie. Und berührt mit seiner Brandschrift für seinen schwulen Enkel.

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Opa verteidigt schwulen Enkel

Der Brief: "Schwulsein ist keine Schande - sein Kind zu verstoßen schon!"

© Screenshot FCKH8.com

"Liebe Christine! Ich bin von dir als meiner Tochter enttäuscht. Du hast zwar völlig recht damit, dass wir "eine Schande in unserer Familie haben" – aber du liegst falsch damit, welche es ist."

Mit diesen Worten leitet ein Großvater seinen wütenden Brief an seine Tochter ein, die ihren schwulen Sohn nach dessen Coming-Out vor die Tür setzte und jeden Kontakt mit ihm abbrach. "Eltern, die ihre Kinder verstoßen – DAS sei die wahre Schande," , so der wütende Opa, der in seiner Verteidigungsschrift für seinen Enkel noch deutlichere Wote findet: Das Verhalten seiner Tochter sei "verletzend, engstirnig und rückständig". Schwulsein sei "keine Abscheulichkeit" – vor allem aber auch nichts, was man sich mal eben so ausdenke.

An die Öffentlichkeit gelangte der rührende Brief des Großvaters über die Facebook-Seite von FCKH8, einer Initiative, die unter anderem Merchandising für die Akzeptanz von Homosexualität und die gleichgeschlechtliche Ehe vertreibt. Der Enkelsohn selbst, so die Betreiber der Seite gegenüber dem Newsdienst "Gawker" hätte den rührenden Brief seines Opas zur Veröffentlichung an sie weitergeleitet.

Seinen Brief schließt der empörte Grandpa übrigens damit, dass er nun ebenfalls den Kontakt zu seiner Tochter abbreche. Er habe jetzt einen großartigen Enkel groß zu ziehen. Abschluss: "Solltest du jedoch dein Herz wieder finden, dann ruf' doch mal an."

Der Brief des Opas an seine Tochter