Ressort
Du befindest dich hier:

Keine Beruhigungsmittel vor der OP: Dieser Song wirkt besser!

Normalerweise wird man vor einem operativen Eingriff sediert, doch in Amerika testet man andere Methoden der Beruhigung. Zum Beispiel mit Musik!

von

musik betaeubung
© iStock

Eigentlich will man vor einer OP am liebsten nur noch eins: In Frieden einschlafen und danach happy und gesund aufwachen. Doch die Nervosität ist hoch und manche PatientInnen verfallen sogar in regelrechte Panik vor Eingriffen. Die Stresshormone, die dabei ausgeschüttet werden, können jedoch den späteren Heilungsprozess massiv beeinflussen.

Musik statt Medikamente:

Deshalb werden PatientInnen vor OPs auch oft Beruhigungsmittel verabreicht. Doch da diese starke Nebenwirkungen haben können, schaut man sich in der Medizin anderweitig nach Lösungen um. Und das sogar abseits von Medikamenten! Betäubung durch Musik lautet die Devise. Und diese Methode wird schon fleißig getestet - an echten PatientInnen.

Die Studie wird an der Universität in Pennsylvania durchgeführt. Dort hören sich PatientInnen den "beruhigendsten Song der Welt" vor einem Eingriff an. Das Lied ("Weightless" von Marconi Union) wurde für diesen Zweck ausgewählt, da es bei Testungen nachweislich den Puls verlangsamt und den Blutdruck verringert hat.

157 Menschen ließen sich mit dieser Musik sedieren. Aus medizinischer Sicht, hat sie tatsächlich eine ähnliche Wirkung wie manche der Sedativa. Doch trotzdem gaben die Versuchspersonen an, dass sie ihre eigene, selbst ausgewählte Musik bevorzugt hätten.

Warum geht man diesen Weg?

Wie schon oben erwähnt, haben viele Betäubungsmittel starke Nebenwirkungen, die die PatientInnen nachhaltig beeinflussen können. Musik kann - wie man sich unschwer denken kann - keinen Schaden zufügen und ist auch noch günstiger als Medizin.

"Musik aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn! Das bedeutet, dass die PatientInnen in ihre eigene Welt eintauchen können und die volle Kontrolle über alle Vorgänge haben." , so Veena Graff, Expertin für Anästhesie an der Universität in Pennsylvania.

Diese Artikel könnten dich auch interessieren: