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Opernstar Elina Garanca im WOMAN-Talk über Mutterglück & mehr

Sechs Monate war der Opernstar mit Baby Catherine in Karenz. Am 15. April feiert die Lettin im „Rosenkavalier“ ihr Comeback an der Staatsoper in Wien. Ein Gespräch über Mutterglück, Back-Sessions und Stimmungsschwankungen.


Opernstar Elina Garanca im WOMAN-Talk über Mutterglück & mehr
© (c) Gabo / DG

Entspannt sitzt Mezzosopranistin Elina Garanca, 36, gerade in ihrer Hotel-Suite in Monaco, nippt an einer Tasse Pfefferminztee mit Honig und studiert eine Partitur für eine Aufnahme tags darauf in Bologna. Im Zimmer nebenan wirft Ehemann und Dirigent Karel Chichon (mit ihm ist sie seit elf Jahren liiert, seit vier Jahren verheiratet) ein Auge auf ihre sechs Monate alte Babytochter Catherine, die selig ihr Nickerchen macht. So ruhig kann das Leben sein! Und Garanca hat das auch seit der Niederkunft im Oktober vollends ausgekostet – mal in Lettland, mal im Zweitwohnsitz in Spanien. „Unsere Kleine ist ein so neugieriges, fröhliches Kind. Sie schreit nie und quengelt nur selten. Auch wenn ich weniger schlafe und kaum zum Fernsehen komme, war mir keinen Tag langweilig. Endlich hatte ich Zeit, meine Kisten auszuräumen, Kekse und sogar eigenes Brot zu backen! Ich war sehr gerne nur Hausfrau“, sagt sie und hält kurz inne. „Ich liebe die Bühne, aber ich könnte auch ohne das ganze Drumherum ganz gut leben – glaube ich zumindest.“ Wie dem auch sei: Ab sofort begeistert sie wieder an der Staatsoper: Ab 15. April als Oktavian im „Rosenkavalier“ und ab 17. Mai als intriganter Sesto in „La Clemenza di Tito“ …

WOMAN: Bevor bekannt wurde, welches Geschlecht Ihr Kind hat, meinten Sie: „Ich glaube, ich bin eher eine Bubenmama, habe nichts übrig für rosa Schnickschnack. Aber vielleicht werde ich eines Tages, wenn ich ein Mädchen im Arm halte, ein Barbie-Fan!“ – Und, sind Sie´s schon?

Garanca: Nun, die Farbe Rosa habe ich für mich neu entdeckt. Und für Catherine gilt: Hauptsache, bequem! Stilettos und Couture kommen später. Ebenso wie die Barbies! Ich bin ja auch eine Frau, die ihre mädchenhaften Seiten hat. War immer eine Prinzessin. Jetzt bin ich Königin (lacht) …

WOMAN: Müssten Sie sich entscheiden: Ihr Mann oder Ihr Kind. Für wen empfinden Sie mehr Liebe? Viele Mütter sagen, Kind geht eindeutig vor …

Garanca: Ich möchte mich nicht entscheiden müssen. Natürlich ist für Karel und mich im Moment das Kind, das von uns vollkommen abhängig ist, am wichtigsten. Aber: Mit der Zeit wollen Kinder ihr eigenes Leben führen. Und wenn da die Mutter den Vater zu lange ignoriert hat, steht sie am Ende allein da – und vice versa. Deshalb schauen wir, dass die Zweisamkeit nicht zu kurz kommt.

WOMAN: Ist Ihr Mann eifersüchtig auf die Kleine? Geht ja vielen Vätern so, wenn sie sich von der Frau vernachlässigt fühlen …

Garanca: Nein, er ist sehr gern Papa, unterstützt mich total. Er war sogar in Karenz, kümmert sich rührend. Aber durch die vielen Reisen müssen wir einiges organisieren. Das würden wir zu zweit nicht schaffen. Deshalb haben wir ein Kindermädchen, das uns das ganze Jahr begleitet. Es war mir wichtig, dass es immer dieselbe Person ist, zumindest am Anfang, bis meine Tochter sich an das Reisen gewöhnt hat.

Lesen Sie das ganze Interview mit Elina Garanca in WOMAN 07/2012!

Interview: Petra Klikovits, Sandra Jungmann