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Die Opfer von Rana Plaza warten immer noch auf Entschädigung

Nach dem fürchterlichen Fabrikseinsturz in Bangladesch, bei dem tausende Menschen starben und verwundet wurden, haben deren Hinterbliebene nach einem halben Jahr noch nichts der versprochenen Entschädigungen der großen Textilketten erhalten.

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Die Hinterbliebenen der Opfer von Rana Plaza
© 2013 AFP

1192 Menschen starben und hunderte weitere wurden verletzt beim Zusammensturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch. Das furchtbare Unglück, das verhindert hätte werden können, wenn auf Sicherheitsvorkehrungen oder Bauvorschriften geachtet worden wäre, zieht aber noch weitere Kreise, denn die hinterbliebenen Kinder und Eltern haben ihre oftmals einzige Einnahmequelle verloren und kämpfen daher ebenso ums Überleben.

Aufgrund der großen Medienaufmerksamkeit erklärten sich die internationalen Ketten, die im eingestürzten Gebäude produzieren ließen, bereit, den Familien der Opfer Entschädigungen zu bezahlen. Gemacht hat dies nach einem halben Jahr mit Primark leider nur ein einziges Unternehmen von insgesamt 28.

Ein Treffen in Genf wäre nun geplant gewesen, um längerfristige Zahlungen zu vereinbaren, aber zu diesem Meeting erschienen zwei Drittel der Textilketten, wie Mango oder Benetton bedauerlicherweise nicht.