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Ordentlicher werden - mit diesen Tipps schaffst du es!

Kein Hokuspokus und doch so viel Magie: Reduzieren, Ausmisten und Minimalismus machen nicht nur glücklich. Es befreit und kann absolut lebensverändernd sein. Wir haben 7 Tipps, wie es richtig geht!

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Ordentlicher werden - mit diesen Tipps schaffst du es!
© Armin Staudt

Wir laden dich zu einer Übung ein. Geh in die Mitte deines Wohnzimmers und schau dich um. Stell dir zu jedem Stück, das deine Wohnung schmückt, die Frage: Brauche ich das wirklich? "Bewusstsein in Sachen zu bringen, ist wesentlich, wenn wir mit uns selbst und dem Leben im Fluss sein möchten. Blockiert es im Außen, stehen wir immer wieder vor denselben Resultaten. Bekommen wir beispielsweise keinen Job und absolut nichts geht weiter, dann sollten wir mit Aufräumen und Ausmisten beginnen!

So legen wir den Grundstein für ein neues Leben", erklärt Ordnungs-und Nachhaltigkeits-Coach Regina Halbauer. Die "Schrankflüsterin" aus Niederösterreich bringt Ordnung, Minimalismus sowie Leichtigkeit in unser Leben. "Der Alltag ist anspruchsvoll und zeitraubend. Es beginnt schon morgens, wenn wir vor dem Kleiderschrank stehen und wieder einmal nichts zum Anziehen finden", weiß Regina Halbauer. Doch damit ist jetzt ein für alle Mal Schluss. Warum das Reduzieren auf wesentliche Dinge im Leben so befreiend sein kann, wie wir Nachhaltigkeit in unsere eigenen vier Wände bringen und was das mit unserer Energie zu tun hat? Das liest du hier im Interview.

»Wir haben uns mit Dingen belohnt, die wir nicht wirklich brauchen.«

WOMAN: Wie kann uns Reduzieren glücklich machen?

HALBAUER: Ich bin 2009 durch ein Burnout zum Ausmisten und Reduzieren gekommen. Während meiner Monate am Sofa hatte ich Zeit, meine Umgebung genauer zu betrachten. Ich stellte fest, dass mich das viele Zeug extrem unruhig machte. Also begann ich auszusortieren und wurde mit jedem Teil, das die Wohnung verließ, ruhiger und entspannter. Ich wage zu behaupten: "Weniger ist mehr, in jedem Bereich unseres Lebens. Es macht das Leben viel einfacher und auch leichter."

WOMAN: Doch was ist wirklich dran am Ausmisten. Was kann es bewirken, und warum ist es fast schon magisch?

HALBAUER: Ausmisten bringt ganz oft Klarheit. Wenn es gerade irgendwo nicht weitergeht, beginne ich auszumisten. Egal ob es sich um Angelegenheiten im privaten oder im geschäftlichen Bereich handelt. Wenn ich merke, ich bin blockiert oder dass sich nichts mehr bewegt, fange ich an aufzuräumen. Fast auf magische Art und Weise kommt die Energie wieder in Fluss. So miste ich zum Beispiel mit Kundinnen die Dachböden aus, wenn der Sohn auf der Suche nach einer Praktikumsstelle ist (meistens werden dann die Schulsachen ausgemistet, die immer am Dachboden gehortet werden). Oder ich strukturiere ein Büro neu, weil beruflich nichts weitergeht. Ich sehe Dinge, die meine Kunden nicht sehen, weil man selbst betriebsblind wird. Danach kommt oft ein Energieschwung. Was ich jetzt nicht konkret versprechen kann, aber Tatsache ist: Wenn ausgemistet wird, dann wird Energie frei und etwas Neues kommt ins Leben.

WOMAN: Minimalismus als Trend? Warum gerade jetzt?

HALBAUER: In den letzten Jahrzehnten war das Motto: schneller, höher, stärker. Wir haben uns mit Dingen belohnt, die wir nicht wirklich brauchen. Dazu fällt mir ein Zitat aus dem Film "Fight Club" ein: "Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen." Die Pandemie hat vieles verändert.

WOMAN: Stichwort Corona: Die Corona-Pandemie hat ja, wie Sie richtig sagen, vieles verändert. Mussten Sie auch umdenken?

HALBAUER: Ich biete Online-Beratungen via Zoom an und habe einen Online- Kurs zum Thema "Capsule Wardrobe" entwickelt. Zudem habe ich mit Kollegen eine Plattform gegründet, mit der wir die Themen Ausmisten, Minimalismus und Nachhaltigkeit noch näher an die Menschen heranbringen möchten. Jetzt ist die Zeit dafür: ordnungsberater-oesterreich.at

7 Tipps zur Reduktion

Ordnungs-Coach Regina Halbauer lebt Nachhaltigkeit und Minimalismus schon sehr lange. Hier ein paar Tipps für dich zum Nachmachen:

1. Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:

In meinem Kasten befindet sich zu 85 Prozent Secondhand-Mode. Zum Teil von Kleidertauschpartys, zum Teil aus Secondhand-Läden.

2. ... im Kühlschrank

Lebensmittel verwenden und nicht verschwenden, nichts wegwerfen! Es ist Fakt, dass nicht nur die Supermärkte Lebensmittel wegwerfen. Sehr viel Essen landet in privaten Haushalten im Müll.

3. ... beim Wohnen

Es muss nicht immer alles neu und teuer sein. Mein Büro habe ich fast ausschließlich mit geschenkten und gebrauchten Möbeln eingerichtet. Keiner sieht, dass diese Möbel vorher schon woanders in Verwendung waren.

4. Capsule Wardrobe

Übersetzt ist das eine "Kleiderschrank-Kapsel", wo frau mit wenigen Basisteilen gut und abwechslungsreich angezogen ist. Man kann alles miteinander kombinieren, und du brauchst nicht lange zu überlegen, was du morgens anziehst. Die Basis bilden deine Lieblingsfarben und einige ausgefallene Teile.

5. Willhaben &Co.

Kauf doch auch auf willhaben.at oder share&care-Plattformen. Probier es aus, du wirst erstaunt sein, was es hier alles Wunderbares zu finden gibt!

6. Loslassen

Das Befreiende am Loslassen ist, dass immer Neues, Wunderbares nachkommt. Und es tut so gut. Das sagen alle, die es getan haben!

7. Hilfe annehmen

Ich habe begonnen, Online-Beratungen via Zoom anzubieten. Und ich habe 2021 einen Online-Kurs entwickelt zum Thema "Capsule Wardrobe". Lass dich bei deinen Aufräumarbeiten unterstützen.

Thema: Report

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