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ORF-Frauen gegen Machos in der Anstalt

Herrenwitze, Machtregime und Mobbing erschweren ihnen das Leben. Und: Top-Ladys haben oft keine Aufstiegschancen.


ORF-Frauen gegen Machos in der Anstalt
© Prader

Kein Ende im Konflikt um den ORF in Sicht: Neben immer heftiger werdender Kritik bezüglich der Unabhängigkeit des größten österreichischen Medienunternehmens kommen jetzt auch neue, frauenfeindliche Begebenheiten ans Tageslicht.

„Ein rauer Ton herrscht in männerdominierten Biotopen, in denen Frauen in der Minderzahl sind oder nur untergeordnete Funktionen bekleiden. Das ist der Nährboden für Konflikte.“ Monika Rupp weiß, wovon sie spricht. Ihr Job als Gleichstellungsbeauftragte ist es seit 2004, genau solchen Frauendiskriminierungen beim ORF auf die Spur zu kommen und zu ahnden.

Die Fälle, die an sie herangetragen werden, reichen von übergangener Beförderung, Mobbing, pornografischen Postern in den Gängen bis zu handfester sexueller Belästigung. Und der Bedarf, einzuschreiten, ist umso größer, je mehr in einer Abteilung „Training auf dem Übungsturnierplatz“ oder „starke Seilschaften“ Bedingungen für eine Karriere sind. Denn: Frauenfeindlichkeit ist am Küniglberg – wie in jedem Großbetrieb – ein Thema. Auch Monika Lindner als oberste Chefin macht da keinen Unterschied. „Ressentiments gegenüber Frauen gibt es durchaus auch in der Chefetage. Es ist mehr eine Generationenfrage“, erklärt eine ehemalige „ZiB 3“-Redakteurin.

Jobfalle Baby. Andrea Puschl, derzeit beim Magazin „Thema“, erinnert sich an ihre Anfangszeit bei Radio Wien: „Dort erklärte mein Chef, dass er mich nicht anstellen wolle, weil ich doch wieder schwanger werden könne. Dabei habe ich trotz Kind mit vollem Einsatz gearbeitet. Ein weiterer Nachwuchs war gar nicht geplant.“ Die Anstellung bekam Puschl dann bloß mithilfe des Betriebsrats.

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