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Den Organen auf den Zahn gefühlt

Jeder Zahn steht über die Meridiane mit einem Körperbereich in Verbindung. Ist die Wurzel entzündet, leidet auch das entsprechende Organ. Lies mehr über die erstaunlichen Zusammenhänge.

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Frau, Zähne
© istockphoto.com

Ein schönes Lächeln ist heute für viele selbstverständlich. Doch ein intaktes Gebiss ist nicht nur ästhetisch, es ist auch wichtig für die gesamte körperliche Gesundheit. Die Traditionelle Chinesische Medizin geht so weit, zu sagen, dass die Zähne über die Meridiane, Energiebahnen, direkt mit unseren Organen in Verbindung stehen. Jeder Zahn ist einem ganz bestimmten Bereich zugeordnet (siehe Grafik). Gibt es bei einem "Kauwerkzeug" ein größeres Problem und es wird eine Wurzelbehandlung notwendig, kann das auch Auswirkungen auf das zugeordnete Organ haben. Die ganzheitlich orientierte Zahnheilkunde versucht, solche potenziellen Probleme zu erkennen bzw. sie gar nicht erst aufkommen zu lassen. Zahnärztin Dr. Doris Turnock-Schauerhuber (gesund-im-mund.at) und Energetikerin Irene Weber (irene-weber.at) erklären, wie das geht.

An der Wurzel.

Problematisch kann ein Zahn dann werden, wenn eine Wurzelbehandlung nötig wird. Dabei werden der Nerv und die versorgenden Blutgefäße gezogen, die Kanäle gereinigt und dicht abgefüllt. "Aber manchmal bleiben trotzdem Bakterien zurück. Das kann dann wiederkehrende Entzündungen auslösen", erklärt Turnock-Schauerhuber. Und das wirkt sich schlimmstenfalls auf den gesamten Körper aus. Meist spürt man so eine Entzündung ohnehin, der Zahnarzt kann schnell handeln. Aber sie kann auch schmerzlos und deshalb unerkannt bestehen. "Über die Energiebahnen werden dann die entsprechenden Organe in Mitleidenschaft gezogen", weiß Energetikerin Irene Weber und bringt gleich ein krasses Beispiel: "Der sechste und der siebte Zahn im Oberkiefer korrelieren mit der Brustdrüse. Uns fällt in der Praxis auf, dass Frauen, die an Brustkrebs erkranken, deutlich öfter an einem dieser Zähne wurzelbehandelt sind."

Reflexzonen.

Doch was tun, um hier vorzubeugen? Als Erstes natürlich darauf achten, dass die Zähne gesund sind und erst gar keine Wurzelbehandlung nötig wird. "Dafür sollte das komplette Gebiss zwei Mal jährlich zahnärztlich untersucht werden", betont Turnock-Schauerhuber. Auffälligkeiten werden mit der Organtafel abgeglichen. "Das gibt erste Hinweise darauf, wo im Körper ein Problem vorhanden sein könnte", erklärt Energetikerin Weber. "Die kleinen und großen Backenzähne etwa stehen mit dem Magen-Darm-Trakt in Verbindung. Ist die Wurzel entzündet, kann es zu Verdauungsproblemen etc. kommen. Zuerst muss dann natürlich der entsprechende Zahn fachgerecht versorgt werden. Parallel dazu wird der Bereich mit einer Ernährungsumstellung gestärkt." So haben sich sogar schon Nahrungsmittelunverträglichkeiten wieder aufgelöst, weiß Weber aus ihrer täglichen Praxis. Der Zahn kann übrigens auch eine Reflexzone für den Körper sein: "Es kommt vor, dass jemand Schmerzen in den Schneidezähnen hat, obwohl lokal alles in Ordnung ist. Im Gespräch kommt dann heraus, dass die Person ständig mit Blasenentzündungen zu kämpfen hat."

Mit Biss.

An sich ist natürlich das Ziel, jeden Zahn zu erhalten. "Doch wenn ein toter Zahn sich an der Wurzel immer wieder entzündet, dann muss er irgendwann raus", erklärt Turnock-Schauerhuber. Erst nach der Entfernung des Herdes ist eine vollständige Ausheilung möglich. "Dann ist es aber wichtig, diese Lücke nicht so zu belassen", so die Expertin weiter. "Der fehlende Druck des Gegenbisses kann sich über das Kiefergelenk auf die gesamte Wirbelsäule auswirken. Die Folge können Kopfschmerzen, Tinnitus oder auch massive Verspannungen und sogar Fehlhaltungen sein."

Die Organtafel der Zähne.

Jedem unserer Zähne ist energetisch ein Organ zugeordnet. Teilweise ist es sogar in mehreren Quadranten vertreten (oben rechts ist der 1. Quadrant, oben links der 2., unten links der 3., unten rechts der 4.). Die rechte Seite im Mund gilt jeweils auch für die rechte Organseite. Auch Drüsen, Gelenke, Sinnesorgane, Emotionen stehen damit in Verbindung. Ein entzündeter Zahn kann also auch einen emotionalen Bezug haben.