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Orgasmen sind fürs Hirn besser als Sudoku

Sudoku, Kreuzworträtsel - pffff! Ein Orgasmus - oder auch zwei oder drei - bringt unsere grauen Zellen und unser Hirn weitaus besser auf Trab!

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Orgasmus
© miljko/ iStockphoto.com

Wer seine grauen Zellen ein bisschen mobil machen will, dem oder der empfohl man bisher zu Sudoku beziehungsweise Kreuzworträtsel zu greifen oder eine Fremdsprache zu lernen. Aber weitaus effektiver ist scheins keine Rätsel-Ralley, sondern ein feines Sex-Abenteuer oder die Investition in einen guten Vibrator.

Denn die Denk-Spielchen beanspruchen immer nur einen gewissen Bereich des Gehirns. Bei einem sexuellen Höhepunkt jedoch ist das gesamte Hirn im Großeinsatz. Der gesamte Denkapparat wird besser durchblutet und hierbei gelangen mehr Nährstoffe sowie Sauerstoff in die Zellen.

So Professor Barry Komisaruk von der Rutgers University in New Jersey, der sich seit den Sechziger Jahren dem weiblichen Orgasmus widmet und wie dieser den Organismus beeinflusst. Neben dem mentalen Fitnesstraining senkt dieser auch das Schmerzempfinden und könnte vielleicht positiv bei Depressionen, Angstzuständen, Suchtkrankheiten oder sogar bei Wehenschmerzen "eingesetzt" werden.

Und eine weitere Studie der Universitäten Oxford und Coventry belegt diese Theorie sogar gechlechterübergreifend: Für diese Untersuchung wurden 28 Männer und 45 Frauen im Alter zwischen 50 und 83 Jahren um Angaben zu ihrem Sex-Leben gebeten. Spielte sich in ihren Schlafzimmern wöchentlich, monatlich oder auch nie etwas ab? Danach wurden die Probanden diversen Intelligenz- und Gedächtnistests unterzogen.

Jene, die mindestens einmal pro Woche Sex hatten, schnitten bei allen Tests besser ab: Sie wiesen eine höhere Sprachkompetenz auf als die sexuell eher passiven Teilnehmenden, konnten besser ein komplexes Bild abmalen und aus dem Gedächtnis ein Ziffernblatt nachzeichnen.

Hayley Wright, Leiterin des Forscherteams sagt dazu: "Es gibt einen Zusammenhang zwischen häufigem Sex im Alter und verbesserten kognitiven Fähigkeiten. Viele Menschen sehen Sex im Alter nach wie vor als Tabu-Thema – aber wir sollten diese Haltung unserer Denkleistung zuliebe ändern."

Das Forschungsteam will nun die biologische Ursache ergründen und herausfinden, ob vielleicht Hormone wie Dopamin und Oxytocin, die der Körper beim Sex ausschüttet, den Zusammenhang zwischen sexuellen Aktivitäten und der Gehirnfunktion beeinflussen.