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Oscars 2013: Alle Fakten

Heute Abend werden zum 85. Mal in L.A. die Academy Awards vergeben. Alle Fakten zu den Oscars 2013: Wo die Stars feiern, was es zu essen gibt.


Oscars 2013: Alle Fakten
© Getty Images

"And the nominees are..." Dieser Satz ist bereits quasi die Silbermedaille der Oscar-Nacht für all jene, deren Name oder Filmtitel danach fällt. Heute Abend geht die Verleihung der renommiertesten Filmpreise der Welt, des von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences verliehenen Academy Awards, zum bereits 85. Mal über die Bühne des Dolby Theatres in Los Angeles. Und allein zum erlauchten Kreis jener zu gehören, die von der 5.808-köpfigen Jury ins Finale dieser einen, unvergleichlichen Nacht gerufen zu werden und um den begehrtesten Goldmann der Filmwelt zu zittern, ist ein Sieg.

Wer bestimmt die Nominierten?

Knapp 5.808 Oscar-Juroren aus 15 Berufsgruppen konnten ihre Stimmzettel bis Dienstag einreichen. In der Gruppe der Schauspieler zählen in diesem Jahr u.a. Julianne Moore (52), Harrison Ford (70), Christoph Waltz (56) und Jake Gyllenhaal (32) zur Jury.

Wer moderiert die Oscars 2013?

Durch den Abend führt erstmals Seth MacFarlane (39). Der Schauspieler, Produzent und Comedian ist der Kopf hinter der anarchischen und sehr erwachsenen Zeichentrickserie Family Guy sowie der Schöpfer der zotigen Erfolgskomödie Ted . Und die ist immerhin mit dem Song Everybody Needs A Best Friend auch nominiert ( Norah Jones singt den Ted -Song bei den Oscars . Seine höchst gelungene Generalprobe als Host eines solchen Abends hatte McFarlane bereits am 10. Jänner im Samuel Goldwyn Theatre in Beverly Hills, als er alle Oscarnominierungen bekannt gab.

Wer kennt die Namen der Gewinner vorab?

Nur zwei Menschen wissen bereits vor der Verleihung, welche Namen in den Oscar-Kuverts stecken: Brad Oltmanns und Rick Rosas, Wirtschaftsprüfer bei „PricewaterhouseCoopers“ USA (PwC). Sie kontrollieren die diesjährige Oscar-Auswahl im Auftrag der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Damit ist PwC mittlerweile zum 79. Mal von der Academy mit der Überwachung der Abstimmung beauftragt worden, die vom 8. Februar bis 19. Februar dauerte. Die Stimmen werden bis zur Verleihung am Sonntag ausgezählt, die Umschläge erst unmittelbar vor der Verleihung überreicht.

Welche Neuerungen gibt es?

2013 werden fünf Songs statt wie in den letzten Jahren lediglich drei. Außerdem wurde quasi ein Etikett geändert: Auf Wunsch der Filmbranche wurde die Nominierung Best Art Direction, die das beste Szenenbild auszeichnet, in Production Design Award umbenannt. Und große Freude bei den Haarkünstlern: Nachdem bisher in der Kategorie Best Makeup immer nur die Visagisten und Maskenbildner bedacht wurden, ist der Kreis der möglichen Kandidaten nun um die Haarstylisten erweitert.

Wird es bei den Oscars 2013 Skandale geben?

Obwohl die „Academy of Motion Pictures Arts and Science“ alles versucht, um Pannen zu vermeiden, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Skandalen. Marlon Brando († 80) etwa verweigerte 1973 den Oscar für seine Rolle in „Der Pate“ und ließ sich von der Indianerin S. Littlefeather vertreten, die einen von Brando verfassten Brief vorlas. Darin kritisierte er die Diskriminierung der Indianer in den USA und deren Darstellung in amerikanischen Westernfilmen.

Nicht ausgeschlossen, dass es auch heuer wieder zu kleinen Skandalen kommt.

Wo feiern die Stars nach der Oscar-Verleihung?

Die Auswahl großartiger Partys ist an diesem Abend gewaltig. Die offizielle Feier ist der Governors Ball, der für 1500 geladene Gäste im Entertainment-Komplex Hollywood & Highland Center stattfindet. Sitzordnung gibt es keine, dafür verschiedene Bereiche mit Musik, Bars, feinem Essen und über 1200 Flaschen Champagner.

Neben dem Governors Ball gehören Tickets für die legendäre "Vanity Fair"-Feier und Elton Johns Sause zu den begehrtesten. Ein wenig Nationalstolz darf auch sein: Das österreichische Konsulat in Los Angeles macht eine Party für den Oscar-nominierten Regisseur Michael Haneke („Liebe”).

Was essen die Stars in der Oscar-Nacht?

Wieder einmal sorgt der Österreicher Wolfgang Puck (63) mit einer Crew aus knapp 1000 Köchen, Kellnern und Barkeepern für das leibliche Wohl der Hollywood-Elite. Puck: „Es wird eine lustige Party mit 35 verschiedenen Gerichten, die alle auf kleinen Tellern serviert werden. Die Sitzmöglichkeiten sind frei, wenn also zum Beispiel Tom Cruise kommt, kann er mit Steven Spielberg sitzen oder mit jemand anderem.[...] Gerade die jüngeren Hollywoodstars mögen es nicht mehr so formell, sondern eher informell.“

Als Hauptspeise gibt es Chicken Pot Pie, das ist eingemachtes Huhn in Blätterteig, Kastanientortellini, Kobe-Steak, gebackene Kartoffeln mit Kaviar, einen chinesischen Fisch, Hummer mit schwarzen Bohnen und Knoblauch, Lammkotelettes und natürlich vegetarische Gerichte wie Risotto mit schwarzen Trüffeln und Champignons. Als Vorspeisen serviert Puck zum Beispiel „Thunfisch-Tartar, Mini-Kobe-Hamburger oder geräucherten Lachs mit Kaviar. Appetit auf Süßes? Der Nachtisch besteht etwa aus Schokoladensoufflé.

Zu welcher Musik tanzen die Stars?

DJ Firestarter, ein deutscher Discjockey, spielt auf einem der zahlreichen Dancefloors Rock- und Alternative-Sounds. Aber auch House Music und Pop soll die Stars zum Tanzen animieren. Einzige Auflage der Oscar-Organisatoren: Es dürfen keine Songs gespielt werden, die "schmutzige" Worte enthalten. Jeder DJ musste vorab seine Playlist zur Abstimmung schicken, damit die konservativen Amerikaner den Schmuddel-Check machen konnten.