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Ozon gegen Parodontitis

Parodontitis ist der häufigste Grund, warum Menschen Zähne verlieren. Ärzte rücken dem Zahnfleischschwund schonend zuleibe - mit aktivem Sauerstoff Ozon.

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Frau lacht mit geschlossenen Augen und zeigt ihre schönen weißen Zähne
© Thinkstock

Wenn’s irgendwie geht, sollen sie uns schon bis ans Ende unserer Tage begleiten - die eigenen Zähne. "Die Zeiten, wo es auf einen Zahn mehr oder weniger nicht ankam, sind lang vorbei“, weiß Sabine Wiesinger, Zahnärztin, spezialisiert auf Vorsorge.

Doch auch wenn gesunde Kauwerkzeuge bis zu einem gewissen Grad Veranlagung sind, ist das, was man selbst für die Zähne tut, das Wichtigste. Denn: Jede Menge aggressiver Bakterien lauern im Mund und warten nur darauf, sich im Zahnfleisch einzunisten. Gelingt es ihnen dank mangelhafter Zahnpflege, ist früher oder später Parodontitis (umgangssprachlich Parodontose), also Zahnfleischentzündung, die Folge.

Unbehandelt verliert das Zahnfleisch seine Festigkeit, die Wurzel wird beschädigt und letztlich auch der Knochen abgebaut. Zahnfleischbluten und Mundgeruch sind häufige Symptome. Da sich das Fleisch zurückzieht und vom Zahn löst, bilden sich Taschen, die den Keimen noch besseren Schutz bieten. Die Zähne wirken immer länger, bis sie locker werden und ausfallen. Zahnbetterkrankungen gehören zu den verbreitetsten Leiden und betreffen auch schon junge Menschen.

Parodontitis gefährdet die Gesundheit

"Parodontitis gefährdet aber nicht nur die Zähne, sondern die gesamte Gesundheit“, warnt Dr. Wiesinger. "Der Körper muss mit einer ständigen Bakterienflut fertig werden.“ Längst ist erwiesen, dass das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen steigt, Lungenleiden begünstigt werden und Querverbindungen zu Diabetes bestehen. Bei schwangeren Patientinnen steigt das Risiko, ein untergewichtiges Kind zu bekommen, ums bis zu 7fache!

Schonende Behandlung mit Ozon

Die konventionelle Behandlung der Parodontitis - Zahnfleischtaschen werden aufgeschnitten und ausgeputzt - ist mehr oder weniger mit Schmerzen und Schwellungen verbunden. Doch der Zahnmedizin stehen heute schon weitaus schonendere Mittel zur Verfügung. Besonders vielversprechend: Ozon. "Medizinisches Ozon wirkt absolut keimtötend, und das völlig schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen“, erklärt die Expertin. "In der Nahrungsmittelindustrie werden schon lange Marmeladen, Fruchtsäfte usw. mit Ozon versiegelt, um Bakterien abzutöten. Das gleiche Prinzip wird bei Zahnpatienten erfolgreich angewendet.“

Mittels einer kleinen Düse wird das Ozon an den Zahnfleischansatz gebracht. "Zwei bis drei jeweils einstündige Anwendungen (ab € 250,- pro Behandlung) sind empfohlen.“ Ozon kommt auch bei Karies zum Einsatz, bei Aphthen, Herpes und immer, wenn man Entzündungen im Mund vermeiden will.

Am besten ist es natürlich, Parodontitis vorzubeugen. Die Zahnexpertin (www.angelsmile.at) empfiehlt: Zähneputzen am besten mit Hightech, den Schallzahnbüsten. Die schnelle Rotation kann Plaque (Zahnbelag) besonders effektiv entfernen. Weiters wichtig: Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Wasserdruck und regelmäßige Zahnhygiene (professionelle Reinigung) beim Zahnarzt. Es gibt übrigens seit kurzem einen Schnelltest, mit dem man mittels Speichelprobe Klarheit über den Bakterienstatus im Mund bekommt.

Diese Zahnärzte bietet ebenfalls Ozonbehandlungen:

Thema: Zähne