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Essen so viel du willst & trotzdem abnehmen? Klappt mit der Basen-Diät!

10 Tage lang basisch essen. Das Versprechen: Mehr Energie, weniger Gewicht – und das ganz ohne Hunger. Wir haben eine Basen-Kur getestet – als Pärchen. Kreisch!

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Test: Basendiät
© privat

Sauer macht lustig? Stimmt in Sachen Ernährung ganz und gar nicht! Bei einer Basenfastenkur wird nicht gehungert, sondern nur die Lebensmittel vermieden, die den Körper sauer machen. Diese basische Heilkost soll den Säureüberschuss im Körper abbauen und so für mehr Wohlbefinden sorgen. Und schöner und schlanker wird man damit angeblich auch. Sounds good! Da machen wir mit! Zu zweit, Mann und Frau. Hier kommt der Test-Bericht. Spoiler: Ein paar schmutzige kleine Lügen gab es auch! ;-)

So funktioniert's:

Aus Gründen der Bequemlichkeit (und mangelnden Koch-Talents!) entscheiden wir uns für die BASENBOX. Ein cooles, junges Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit ihrer Basenbox-Kur mehr Bewusstsein über die heutige Ernährungsweise zu schaffen – und das auch noch mit einem umweltfreundlichen Konzept (die Verpackungen sind wiederverwertbar und recycelt, geliefert wird mit Fahrrädern). Die „Classic Box" für fünf Tage kostet 160 Euro. Die Box mit Abendessen für den jeweiligen Tag, so wie das Frühstück und Mittagessen für den darauffolgenden Tag wird täglich am Nachmittag frisch geliefert.

Außerdem gibt’s dazu einen kleinen Kurbrief, in dem steht, was man zu Essen bekommt, welche Lebensmittel darin enthalten sind und wie die einzelnen Nährstoffe in unserem Körper wirken. Am Wochenende kocht man selber, dafür bekommt man vom Basenbox-Team wirklich köstliche Rezeptvorschläge. Und wer sich traut, zieht das alles dann nochmal fünf Tage durch! Challenge accepted! ;-)

Der Test von Michaela:

Ok, es geht looos! Die Idee für diese Basenkur stammt übrigens nicht von mir (wie hier weiter unten fälschlicherweise behauptet werden wird!), sondern von meinem Verlobten. Jawohl, jetzt ist es raus: Wir heiraten. Und dafür kann es nicht schaden, wenn wir beide noch das ein oder andere Kilo abnehmen. Der Fokus während einer Basenkur liegt auf Gemüse, Obst und verschiedenen Getreidesorten. Die Grundregeln klingen einfach: Keine Säurebildner wie Fleisch, Milchprodukte oder Weizen. Gegessen werden dürfen Obst, Gemüse und Kräuter. Klingt vielversprechend. Kein Alkohol ist klar, ebenso auf der No-Go-Liste: Kaffee (den hab ich schon eine Woche vorher aufgehört zu trinken, damit ich Kopfweh-Attacken während der Kur vermeiden kann!) und prickelndes Mineralwasser. Hm.

Die Kur:

Nach diversen mehr oder minder erfolgreichen Saftkuren erwartet mich nun also eine Kur mit genügend zu essen (angeblich!). Und tatsächlich. Die drei Mahlzeiten, die jeden Tag von einem entzückenden Herrn geliefert werden, sind allesamt köstlich (und manchmal so viel, dass ich sie gar nicht aufessen kann). Die ersten paar Tage laufen wie geschmiert. Doch dann: Unbändige Lust. Auf Eiskaffee. Und ich gehe ihr nach. Klammheimlich! Ich fühle mich schlecht, aber auch unglaublich gut (es war der BESTE Eiskaffee meines Lebens!).

Ok, jetzt nur nicht schwächeln. Ich erzähle also nichts und lobe beim Heimkommen den neuen Basen-Lifestyle. Und endlich beginnt das Wochenende (an dem ich erneut klammheimlich einen Schokoriegel mampfe. Sorry, mein Schatz!)! Da wird selbst gekocht. Um den optimalen Kurerfolg zu erreichen, bekommt man am Freitag für das Wochenende einfache Rezepte geschickt, damit man basisch weitermachen kann – wenn man will. Und wir wollen! Danach ziehe ich die nächsten fünf Tage eisern durch. Ok, bis auf ein Event, bei dem ich mich an den Desserts bedient habe. Aber hey!

Fazit:

Nach zehn Tagen fühle ich mich supergut, kein Blähbauch, strahlende Haut (trotz der Schoko- und Eiskaffee-Eskapade!) und tatsächlich drei Kilo weniger! Ich bin unfassbar glücklich! Mein Vorsatz: Ab jetzt gibt es einen Basen-Tag pro Woche. Die Basenbox kann also der Einstieg in eine grundlegende Änderung der Essgewohnheiten sein, die der Gesundheit länger als nur für eine Fastenkur zugute kommt. Gerade bei stressigen Phasen in der Arbeit oder nach längeren Schlemmer-Perioden an Weihnachten oder im Urlaub werde ich sicherlich wieder Basen-Phasen einlegen.

Der Test von Hubertus:

Als ich davon hörte, dass ich zusammen mit Michaela bei dieser Basenkur mitmachen würde, war meine Meinung dazu eindeutig zweideutig. Einerseits heiraten wir bald und ich dachte mir ein wenig gesunde Ernährung, vielleicht ein wenig abnehmen und am Ende dann gesünder aussehen wird sich auf den Hochzeitsfotos bestimmt gut machen. Andererseits graute mir davor die nächste Zeit „hangry“, fleisch- und freudelos zu verbringen. Ich sah mich in Töpfen von rohem Gemüse herumstochern und „ordentliches Essen“ herbeisehnen. Aber gut: Augen zu und durch – am besten danach nie wieder darüber reden und möglichst viel Fleisch- und Milchprodukte zu mir nehmen und die 10-tägige Traumaperiode zu ersticken.

Kur & Fazit:

Kein einziges Element meiner Essensgenuss-Endzeittheorien ist wahr geworden… ganz im Gegenteil. Der geneigte Leser mag nun denken, dies sei billige Werbung. Dem möchte ich jedoch 6 eindeutige Gründe entgegenwerfen, warum die Basenbox meinen Ansatz zu Ernährung nachhaltig verändert hat:

  1. Zehn Tage lang bekommt man das Essen von höflichen und fröhlichen Leuten geliefert. Kein Einkaufsstress, kein „Was essen wir heute bloß?". Basenbox ist wie Urlaub nehmen von der Tyrannei des eigenen Magens.
  2. Man nimmt ab: Ohne großen Aufwand habe ich etwa drei Kilo abgenommen. Das ist zwar nicht speziell viel aber doch signifikant. Schließlich sprechen wir hier ja auch nicht von einer Crash-Diät.
  3. Man wird satt: Die Portionen der Basenbox sind durchaus großzügig. Es ist in den 10 Tagen bei mir dreimal vorgekommen, dass ich eine Portion nicht restlos aufgegessen habe. Für einen Menschen wie mich ein sehr gutes Argument um zu dieser Kur zu greifen!
  4. Genuss statt Leiden! Ich habe mir bei salzloser und fleischloser Küche große geschmackliche Langeweile erwartet. Natürlich schmeckt einem nicht jedes Gericht (und ja, es kann schon auch „fad“ schmecken…) aber mindestens einmal am Tag habe ich etwas gegessen, was mich dazu inspiriert hat, es auf jeden Fall nachzukochen – ziemlich gut wie ich finde.
  5. Man verlernt den permanenten Hunger: Nachdem man sich strikt an die fünf Stunden Abstand zwischen Mahlzeiten halten soll, kommt man nach der Basenbox-Zeit mit einem ganz eindeutig reduzierten Hungergefühl raus – Kampf der „Permanent-Snackerei“!
  6. Man wird dazu inspiriert, seine Ernährung zu verändern: Nicht radikal – das würde ich nicht tun. Ich genieße mein Leben. Aber Die Basenbox-Crew versorgt dich mit so liebevoll zubereiteten Gerichten, tollen Erklärungen zum Essen und vor allem sehr guten Gründen, warum man diese Ernährungsphilosophie in sein Leben lassen soll. Ich bin überzeugt.

Mehr zur Basenbox findest du auf basenbox.at.

Thema: Diät

Kommentare

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Wien, Wien du allein ...
Gibts sowas auch in den Bundesländern?