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Palmers: "Wir machen unsere Plakate nicht mehr für Männer, sondern für Frauen"

Meterlange Beine, große Brüste, ein sexy Blick - der keineswegs der eigentlichen Zielgruppe galt: nämlich den Frauen, die die Unterwäsche kaufen und tragen. Palmers-Plakate waren als Objekt für Männer konzipiert. Aber das soll sich nun ändern.

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Palmers: "Wir machen unsere Plakate nicht mehr für Männer, sondern für Frauen"
© Palmers

Die Palmers-Plakate der 90er sind legendär: Dank ihrer Ästhetik wurden sie zu begehrten Sammelobjekten, keine Studentenbude war ohne sie zu sehen und so mancher Autounfall ging auf ihre Rechnung. Allerdings sind sie ebenso Sinnbild für unerreichbare Perfektion und in Folge mittlerweile eine gestörte Körperwahrnehmung bei vielen Mädchen und Frauen sowie den voyeuristischen Blick der Männer auf Frauenkörper. Und damit definitiv mehr als veraltet.

Aber das österreichische Traditionsunternehmen will das nun ändern und neu ausgerichtete Inhalte in einer Werbekampagne präsentieren.

Sichtbar soll das anhand der aktuellen Frühjahr/Sommer 2019-Kampagne werden, die ab 15. April präsentiert wird. Unter dem Motto „Eine Welt, die passt“ möchte Palmers darin die Vielfalt und Einzigartigkeit von Frauen in den verschiedensten Lebenssituationen und -realitäten zeigen und diese in den Mittelpunkt stellen.

Der Claim: "Wir leben in einer Welt, in der wir den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir leben in einer Welt, in der für uns jede Figur eine Bikinifigur ist. Eine Welt, in der Frauen Frauen lieben. Eine Welt, in der die Wahl keine Qual ist und Frauen Ecken und Kanten haben. Und Kurven. Eine Welt, in der Männer und Marken Haltung zeigen müssen. Das ist die neue Welt von Palmers. Eine Welt, die passt. Eine Welt, in der man alles tragen kann."

Ein Ansatz, der vielversprechend und entspannt klingt und von dem wir mehr sowie gerne noch eine Steigerung in Sachen Vielfalt sehen wollen: Denn da geht eindeutig noch mehr!

Update (14. April, 19:00 Uhr): Dass gerade - was die Vielfalt betrifft - durchaus noch Luft nach oben ist, zeigt auch der Umstand, dass die von Palmers präsentierten Kampagnen-Sujets, vielerorts auf Kritik stießen. So wurde in den sozialen Netzwerken darauf hingewiesen, dass die abgebildeten Frauen unter anderem alle weiß sind und nach wie vor dem gängigen Schönheitsideal entsprechen würden. "Von Ecken und Kanten" könne da keine Rede sein, keine Frau entspreche in ihrem Alltag den hier präsentierten Bildern, so der Tenor.

Man darf also gespannt auf die nächste Plakatwelle sein - wir werden weiter beobachten und berichten.

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