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Pamela Anderson bockte in Wien -
"Katzi ist dagegen unkompliziert"

Schauspielerin Pamela Anderson hat es Gastgeber Richard Lugner am Montag bei ihrem Wien-Besuch nicht unbedingt leicht gemacht: Sie wollte nur eigene Autogrammkarten unterschreiben, bestand auf Weichzeichner-Objektive bei den Kameras, weigerte sich beim Essen neben Lugner zu sitzen und moserte am veganen Sushi herum. "Schwierig, schwierig, sehr kompliziert. Da bin ich froh, dass ich mit Katzi zusammen bin, die ist dagegen unkompliziert", schnaufte der Baumeister.


Pamela Anderson bockte in Wien -
"Katzi ist dagegen unkompliziert"

Vielleicht war es auch der enge Zeitplan, der Pam so unleidlich werden ließ. In nur drei Stunden musste eine Autogrammstunde absolviert, Sushi gegessen und Poker gespielt werden. "Das Management macht Stress", räumte auch Manager Helmut Werner ein.

Beim Publikum in der Lugner City kam Anderson aber an. Mehrere hundert Personen hatten sich eingefunden, um ein Autogramm von der Schauspielerin zu ergattern. Sie nahmen sogar tapfer hin, vom Moderator vor Ankunft des ehemaligen Playboy-Models zwecks Übung gleich dreimal hintereinander zum kollektiven Jubeln animiert zu werden.

Pamela kam 20 Minuten zu spät im kurzen Rock und blonder Mähne, unterschrieb im Sekundentakt Autogrammkarten und war schon wieder fort zum inszenierten Sushi-Essen mit Fotografenbegleitung. Auf Richard Lugner hatte sie da bereits weniger Lust. "Sie hat sich geweigert, neben mir zu sitzen", grummelte der Baumeister. "Das war das Management, die wollen immer extra ein Geld und wenn sie keines bekommen, sind sie sauer", war sich Lugner sicher.

Auch das vegane Sushi war überhaupt nicht nach Pams Geschmack. "Sie hat dann aber doch was gegessen", erzählte Lugner. Bei der letzten Station, ein inszeniertes Poker-Spiel mit Fotografenbegleitung, war die Schauspielerin besser gelaunt. "Ich kann zwar nicht Pokern, aber ich kann Posen", ließ sie die Berichterstatter wissen und warf sich auf dem Pokertisch gekonnt in Pose. Um 16.00 Uhr war der Zirkus vorbei.

Um ein Statement von der Schauspielerin zu ergattern, mussten die Kameras übrigens mit eigenen Weichzeichner-Objektiven ausgerüstet werden. "Das ist für die, die ... naja, die Falten haben. Aber sie ist eh noch gut beieinander", wunderte sich auch der Baumeister.

Anderson konnte nicht behaupten, nicht gewusst zu haben, was auf sie zukommt. Im Jahr 2003 war sie an der Seite von Richard Lugner am Wiener Opernball und wurde dort von einem Anderson-Double auf dem Damen-WC mit Klopapier beschossen. "Es war einer der glamourösesten Abende meines Lebens", erinnerte sie sich.

(apa/red)