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Das Panda-Syndrom: Was unser Sex-Leben mit den tollpatschigen Bären zu tun hat

"Und, wann hattet ihr das letzte Mal Sex?". Wenn die Antwort darauf minutenlanges Schweigen ist, dann ist es gut möglich, dass ihr das Panda-Syndrom habt.

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Frau in Bettlaken
© Photo by Jan Zhukov on Unsplash

Wer kennt die Situation nicht: Mädels sitzen zusammen und erzählen in akribischen Details über ihr Liebes - als auch Sexleben. Was man da oft für Geschichten hört! Und manchmal wird's dann auch schon mal ziemlich unangenehm. Spätestens dann, wenn man vor versammelter Mannschaft aufgeblattelt wird.

"Wie oft habt ihr eigentlich Sex?"

Es gibt ja so gewisse Dinge aus dem Privatleben, die eben auschließlich für private Zwecke bestimmt sind und für die kein Social Sharing vorgesehen ist. Aber manchmal kommen wir bei unseren Girlie-Talks eben auch in die eine oder andere Situation, in der es intim wird. Bis dann irgendeine mit der Frage rausplatzt "Wie oft habt ihr eigentlich Sex?". Das kann dann peinlich werden. Ob diese Frage aus Bestätigung für das eigene, (nicht) vorhandene Sexleben gestellt wird oder es wirklich so dermaßen interessant ist, das von seinen besten Freundinnen zu wissen, sei an dieser Stelle dahingestellt.

Wenn die Antwort darauf ein gefühlt nicht enden wollender Moment beklemmender Stille ist, dann könnte das folgendes bedeuten: Du und dein Partner leidet unter dem sogenannten Panda-Syndrom. Dabei wird Sex zur nebensächlichsten Sache der Welt. Klar hat man sich lieb und sagt sich das auch immer wieder, aber im Bett - tote Hose.

Warum Panda-Syndrom? Die tollpatschigen, gemütlichen Bären sind dafür bekannt, schlicht und ergreifend zu faul für Sex zu sein. Und genau das kann in einer Beziehung auch passieren. Ein stressiger Tag in der Arbeit, dann noch der Haushalt und, nicht zu vergessen, bevor es mit dem Liebsten so richtig zur Sache gehen soll, müsste man ja rein theoretisch auch nach Wochen des Wildwuchses wieder mal der Körperbehaarung den Kampf ansagen. Für viele Paare einfach zu anstrengend, darum bleibt es dann auch beim obligatorischen Gute-Nacht-Bussi, bevor abends die Nachttischlampe ausgeschaltet wird und die letzte Instastory mit dem gefühlt 269.423-sten Rabattcode über den Bildschirm unseres Smartphones flimmert.

Eine Beziehung ohne Sex - funktioniert das überhaupt?

Was tun, wenn man draufkommt, dass man von der schlimmst möglichen Ausprägung des Panda-Syndroms betroffen ist? Sprich: Keine Ahnung mehr hat, wann man eigentlich das letzte Mal mit dem eigenen Partner Sex hatte. Eine Therapeutin aus München, Tina Wessel, erklärte dazu auf glamour.de: "Natürlich geht die Psychologie davon aus, dass ein mehr oder weniger starker Sextrieb zu einer Beziehung gehört. Aber wenn Paare keinen Sex haben und glücklich sind, warum sollte man ihnen einreden, das sei nicht okay?".

Also - keine Panik! Wenn euch in eurer gemeinsamen Beziehung nichts fehlt, dann müsst ihr jetzt nicht sofort übereinander herfallen und Liebe machen. Und schon gar nicht, weil jemand von außen meinen könnte, dass ihr wegen eurem eher ruhigen Sexleben nicht normal wärt. Und überhaupt: Was ist schon normal?

Auf der anderen Seite kann es aber auch nicht schaden, sich wieder einmal ins Gedächtnis zu rufen, wie schön Sex - vor allem mit einer Person, die man liebt - sein kann. Noch ein letzter Tipp der Therapeutin: "Sex bringt uns in unsere Mitte, gleicht innerlich aus, reguliert das Nervensystem". Also - vielleicht einfach mal den Abend nutzen und statt Netflix lieber die gemeinsame Zeit mit dem Partner nützen! Sexytime is calling!

Im Video: 7 Wege, wie eine Frau zum Orgasmus kommt

© Video: Woman.at
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