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Papa sein... "Mein Job hat Sinn!"

Noch sind Männer in der Branche rar gesät. Doch wir fanden drei, die sich unter 98 Frauen als SOS- Kinderdorf-Väter behaupten werden. Eine Reportage!


Papa sein... "Mein Job hat Sinn!"
© WOMAN

Kinder anziehen, Frühstück zubereiten, Haushalt schmeißen, Mittagessen kochen, Wäsche waschen, mit den Kids spielen und sie abends wieder ins Bett bringen – Kinderdorf-Vater zu sein heißt, 24 Stunden täglich für die Kleinen da zu sein. Ohne Mittagspause oder Überstundenentgeld, dafür aber mit sehr viel Liebe. Doch noch sind Männer in dem Job rar – Andreas Fasching ist bislang der einzige männliche SOS-Kinderdorf-Papa Österreichs. Zwei weitere befinden sich in Ausbildung. Kurz vorm Vatertag besuchten wir die drei
Engagierten...

Voll integriert. Andreas Fasching, 25, lebt mit seiner Frau Jelena, 22, den Geschwistern Gregor, 6, und Lucas, 22 Monate, dem 10-jährigen Redion und seiner leiblichen Tochter Samantha, 7 Monate, seit Herbst 2007 in einer modernen Wohnhausanlage in Wien – ein urbanes Pionierprojekt des SOS-Kinderdorfes. Im Dezember 2005 traf er gemeinsam mit seiner Frau die Entscheidung, den Job als Bühnentechniker aufzugeben, sich sozial zu engagieren. „Es ist für uns beide Belastung und Freude zugleich. Wir sind in diese Betreuungsform hineingewachsen und können sagen, dass es für uns beide das Richtige ist“, so der Wiener. Mittlerweile überlegt auch seine Frau Jelena, gelernte Friseurin und derzeit in Karenz, „ob ich zur Familienhelferin umsattle“.

Während wir mit den Faschings plaudern, saust Gregor mit seinem Spielzeugflugzeug durch die Wohnung, Lucas erholt sich an der Brust seines Papas von seinen Schmerzen beim Zahnen, und die kleine Samantha bekommt gerade ihr Fläschchen. Seit April 2008 zählt auch Pflegekind Redion zur Familie. „Er kommt aus Albanien und ist wegen einer Beinverlängerung für ein halbes Jahr in Österreich“, erklärt Fasching, „dann kehrt er wieder zurück zu seiner Familie.“

Viel Sensibilität. Johann Winzer befindet sich noch am Beginn seiner zweieinhalbjährigen Ausbildung. Praktische Erfahrungen sammelt er dabei im SOS-Kinderdorf in Seekirchen, Salzburg. Der ehemalige Post-Angestellte wird dort später zusammen mit seiner Lebensgefährtin Brigitte, 43, und dem gemeinsamen sechsjährigen Sohn Raphael einziehen. „Wir wollen das gemeinsam machen! Während ich tagsüber auf die Kinder schaue, geht meine Frau außerhalb des Dorfes arbeiten“, so Johann. Dass dieser Beruf sehr viel Sensibilität, Gefühl und Verständnis erfordert, ist ihm bewusst: „Am Anfang war es oft schwierig, einen Draht zu den Kindern zu finden, aber dann gibt es kleine Erfolge, wenn sie sich zum Beispiel zu dir kuscheln. Solche Momente füllen alles aus …“

Die ganze Story finden Sie im aktuellen WOMAN