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#parentsonpornhub: Es wird jetzt ziemlich wahrscheinlich, dass du deine Eltern auf Pornhub siehst

Die Vorstellung, die wohl alle Kinder und Jugendliche fürchten: die eigenen Eltern beim Sex zu erwischen. Aber diese Eltern machen dies nun sogar "fast" absichtlich! Und das noch dazu aus einem guten Grund.

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Porno
© iStockphoto.com

Wenn Eltern sich zusammenschließen, um vor einer Kamera Sex zu haben und diese Videos dann im Internet zu veröffentlichen, dann handelt es sich in diesem Fall nicht um eine fragwürdige Special Interest-Website, sondern tatsächlich um eine Idee, die ihre eigenen Kinder schützen soll. Wahrscheinlich anders, als du jetzt denkst!

Denn zunächst sei vorangestellt, dass die Darstellung von Sexualität absolut nicht Schlechtes, Verwerfliches oder gar etwas ist, dessen man sich schämen muss. Es ist im Gegenteil etwas ganz Natürliches. Aber jetzt kommt das Aber: Die Art und Weise, wie die meisten Pornos - es gibt löbliche Ausnahmen - präsentiert werden, hat absolut nichts mehr mit der Realität zu tun: Frauen bekommen schon einen Orgasmus, wenn man sie nur ansieht, dutzende Stellungen werden abgearbeitet und lasst uns gar nicht erst mit den durch Operationen, Solarium oder sonstige kosmetische Behandlungen veränderten Körpern anfangen - bei Mann und Frau.

Und daher gibt es nun diese neue - durchaus humorvolle - Kampagne, um den negativen Einfluss von Pornographie auf die Entwicklung von Jugendlichen zu zeigen und um eine offene Diskussion zu starten. Denn für Jugendliche ist der Zugang zu Pornographie leichter als je zuvor: Pornoseiten im Internet ermöglichen jederzeit einen einfachen Zugriff.

Natürlich sieht fast jeder und jede mal Pornos. Aber diese sollten eben nicht als Tutorials oder als Anleitung für Sex verstanden werden. Die meisten Filmchen vermitteln schließlich ein völlig falsches Bild von Sex. Teenager haben ein großes Interesse an Sex, sind dabei aber oftmals unsicher, wie das alles überhaupt geht - selbst wenn sie gut aufgeklärt wurden. Und da scheinen Pornos (leider nur auf den ersten Blick) gutes „Anschauungsmaterial“ zu sein. Viele verwechseln jedoch die Künstlichkeit der Porno-Welt mit einem Soll-Bild für die eigene „Performance“ als auch den Körper - und beides setzt Heranwachsende nur unnötig unter Druck.

Bei #parentsonpornhub soll Jugendlichen gezeigt werden, dass Pornos nichts mit der Realität zu tun haben. Und weil das mit ernsten Mitteln kaum klappt, hat man hier beschlossen, die Kinder mit der schlimmsten Waffe „abzuturnen“: der Angst ihre Eltern beim Sex zu sehen. Oder anders gesagt: Es wurden vorgeblich Videos produziert, die Eltern beim Sex zeigen und diese wurden unter falschen Titeln und mit falschen Previews auf Free-Porn-Seiten hochgeladen. Auch andere Eltern wurden aufgerufen, Ähnliches zu "basteln". Und dann lässt man es die Kinder wissen, damit diese es gar nicht mehr wagen einschlägige Filmchen zu sehen...

Mehr Informationen unter parentsonpornhub.org.

Thema: Eltern