Ressort
Du befindest dich hier:

Genussvolles Parma: Kulturhauptstadt und Kulinarik-Paradies

Genussurlaub für alle Sinne: Auf den Spuren von Herzogin Maria Luigia zeigt sich die italienische Kulturhauptstadt 2020+21 von ihren schönsten Seiten. Aber auch Shopping-Fans und Foodies kommen in der Heimat von Parmigiano Reggiano und Prosciutto di Parma voll und ganz auf ihre Kosten.


Genussvolles Parma: Kulturhauptstadt und Kulinarik-Paradies
© Linda Vukaj

Dieser gesamte Seiteninhalt ist eine entgeltliche Einschaltung.


Ein roter Faden verbindet die Städte Wien und Parma: Im April 1816 kam Marie-Louise von Österreich, Ehefrau des französischen Kaisers Napoleon, in das kleine Herzogtum von Parma und Piacenza, gewann die Herzen der Bevölkerung und hinterließ als Maria Luigia in der ganzen Stadt einen bleibenden Eindruck, der noch heute in den Straßen, Universitäten, Museen und Küchen allgegenwärtig ist.

Complesso Monumentale della Pilotta

Die Erkundung der italienischen Kulturhauptstadt 2020+21 beginnst du daher am besten an einem der Plätze, die mit dem Leben der Herzogin in Verbindung stehen: Im Complesso Monumentale della Pilotta findet sich etwa die Nationalgalerie, die maßgeblich von Marie-Louise mitgestaltet wurde. Neben dem Herzstück der Sammlung – Leonardo da Vincis „La Scapigliata“ – beherbergt die Galleria nazionale di Parma noch zahlreiche weitere Gemälde bekannter Maler wie Correggio, Tintoretto und Parmigianino.

Das nahegelegene Teatro Regio wurde von der Herzogin in Auftrag gegeben und avancierte seit seiner Eröffnung im Jahr 1829 zur musikalischen Heimat von Operngrößen wie Giuseppe Verdi und Arturo Toscanini, die beide aus der Region stammen. Außergewöhnlich ist auch die hier ansässige Haute-Couture-Akademie, in der das Know-how aus dem Opernbetrieb an Nachwuchstalente in verschiedenen Bereichen der Kreativwirtschaft weitergegeben wird. Nur wenige Schritte weiter erstrahlt der Palazzo della Riserva in charakteristischem „Parma-Gelb“, einer Farbe, die auf Wunsch Maria Luigias zahlreiche Fassaden der Stadt ziert. Das hier ansässige Museo Glauco Lombardi gibt einen Einblick in die vielfältigen Interessen der Herzogin. Auch die Farbe Grün kommt in Parma nicht zu kurz: Parkanlagen wie der prunkvolle Parco Ducale, der auf Maria Luigias Wunsch im 19. Jahrhundert öffentlich zugänglich gemacht wurde, dienen Touristen und Einheimischen gleichermaßen zur Erholung.

Teatro Regio
Museo Glauco Lombardi

Aber auch abseits der Spuren Marie-Louises ist Parma ein wahres Paradies für Kulturinteressierte. Die Piazza Duomo, das religiöse Herz der Stadt, wird vom gotischen Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert überragt. Die Kuppel der Kathedrale ziert das Fresko „Aufnahme Marias in den Himmel“ von Antonio da Correggio, ein italienisches Meisterwerk aus dem 16. Jahrhundert. Unmittelbar neben dem Dom liegt das achteckige Baptisterium mit seiner Fassade aus rosafarbenem Veroneser Marmor, das den Übergang vom romanischen zum gotischen Stil markiert und zu den bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerken des Landes zählt. Weitere Tipps für Kulturinteressierte sind das Museo d'Arte Cinese ed Etnografico – eines der wichtigsten seiner Art in ganz Europa – sowie das Centro Studi e Archivio Comunicazione dell’Università di Parma (CSAC), ein Archiv mit 12 Millionen Exponaten aus den Bereichen Mode, Kunst, Fotografie, Medien und Entertainment.

Piazza Duomo
CSAC

Für Shopping-Begeisterte gibt’s in Parma ebenfalls viel zu entdecken. Die Fußgängerzone in der Via Nazario Sauro im Herzen des historischen Stadtzentrums wartet mit einem breiten Angebot an Antiquitätengeschäften und modernen Shops, Second-Hand-Stores, Kunstgalerien, Plattenläden, Juwelieren und kleinen Möbel-Showrooms auf. Das Shopping-Viertel erstreckt sich weiter über Borgo Giacomo Tommasini, Borgo XX Marzo, Strada Repubblica und Via Farini, wo sich mit der Prosciutteria di Romani und der Antica Salumeria Alimentaria Rastelli auch zwei exzellente Adressen für in Parma produzierte Delikatessen finden.

Apropos Delikatessen: Foodies kommen in Parma aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Nicht umsonst wurde die Stadt, in der weltberühmte Spezialitäten wie Parmesan und Parmaschinken zuhause sind, bereits das fünfte Jahr in Folge als UNESCO Creative City of Gastronomy ausgezeichnet. Zudem ist die Region für die Herstellung getrockneter Teigwaren sowie Tomaten- und Fischkonversen höchster Qualität weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Ursprünge der lokalen Spezialitäten können Feinschmecker direkt an den Produktionsstätten erkunden: Von traditionsreichen Käsereien, in denen der „Käsekönig“ Parmigiano Reggiano unter strengen Auflagen hergestellt wird, bis zu renommierten Schinkenmanufakturen, in denen Prosciutto di Parma in meisterlicher Handarbeit entsteht und mindestens ein Jahr lang bis zur Perfektion reift, haben zahlreiche Betriebe in und um Parma ihre Pforten für interessierte Besucher geöffnet – Verkostungen inklusive. Wer lieber selbst in der Küche Hand anlegt, kann im Rahmen eines Kochkurses die Herstellung lokaler Pasta-Spezialitäten erlernen und sich so ein Stück der kulinarischen Tradition Parmas mit nach Hause nehmen.

Parmigiano Reggiano DOP
Prosciutto di Parma DOP

Du hast jetzt richtig Appetit auf einen genussvollen Parma-Kurztrip? Weitere Informationen und Tipps für deinen Urlaub findest du unter www.parmacityofgastronomy.it

Video: Parma, una storia d'amore. Atto I