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Beziehung: 5 Tipps, falls dein Partner introvertiert ist

Im Sturm ist er dein ruhiger Hafen - aber manchmal nervt die introvertierte Art auch. 5 Tipps, wie du mit einem zurückgezogenen Partner umgehst.

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Beziehung: 5 Tipps, falls dein Partner introvertiert ist
© Photo by Allan Filipe Santos Dias on Unsplash

Du bist offen, quasselig und lebendig. Dein Partner ist das genaue Gegenteil. Deshalb liebst du ihn ja. Er erdet dich, er ist dein ruhiger Hafen, wenn rundherum der Sturm tobt. Aber was passiert, wenn deine extrovertierte Persönlichkeit und der damit verbundene soziale Kalender deinen introvertierten Partner dazu bringt, unter dem Kopfkissen abzutauchen? Wenn sich dein Bedürfnis, regelmäßig Freunde einzuladen, mit seinem Bedürfnis nach Ruhe und Frieden spießt?

Tja. Beziehung ist Arbeit, vor allem wenn zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten ihr Leben teilen. 5 Tipps, wie du mit der Introvertiertheit deines Liebsten besser umgehst.

1. Nimm' es nicht persönlich

Nein, er hasst deine Freunde nicht. Ihm sind nur möglicherweise die monatlichen 4-Stunden-Gruppendates ein wenig zu viel. Versucht, eure Interessen in einem Kompromiss zu vereinen. Er will nicht den ganzen Tag mit allen Freunden abhängen? Wie wäre es stattdessen mit einem Brunch mit einem anderen Paar? Er fühlt sich überfallen, wenn du nach dem Abendessen spontan alle zu einer Party daheim einlädst? Eine Verabredung in einer Cocktailbar muss nicht ewig dauern – und wer nicht mehr will, der kann dann früher gehen. Wenn du ihm ein wenig entgegenkommst, dann wirst du merken, dass sich seine Abneigung nicht gegen deine Freunde gerichtet hat, sondern gegen das Gefühl, völlig überrumpelt zu werden.

2. Übernimm' du die Planung

Viele Introvertierte nervt vor allem das ständige Hin-und-Her bei der Planung sozialer Aktivitäten. "Wollen wir uns um 8 Uhr mit Paul und Andrea treffen? Um 8.30 Uhr? Wie findest du dieses Restaurant? Sollen wir Blumen mitbringen?" All diese Absprachen im Vorfeld sind ihm zu viel an Kommunikation. Wenn es dich nicht zu sehr unter Stress setzt, dann übernimm' besser du die Rolle des Koordinators. Dein Liebster hat zwar Vetorecht, wird aber aus dem ganzen Mail- und SMS-Verkehr rund um das Treffen ausgekapselt.

3. Lass' ihm Zeit

Extrovertierte Menschen ziehen Energie aus den Treffen mit anderen Menschen. Sie blühen auf, sie werden fröhlich. Bei Introvertierten ist das Gegenteil der Fall. Sie fühlen sich nach einem Abend mit mehreren unterschiedlichen Gesprächspartnern ausgelaugt und brauchen ihre Zeit, um wieder ein wenig bei sich anzukommen. Akzeptiere, dass dein introvertierter Partner ab und an Ruhe und Zeit für sich alleine braucht. Wenn er mal eine Stunde alleine Joggen geht, dann verlang' nicht automatisch, dass diese Zeit am Wochenende mit Unternehmungen kompensiert wird.

4. Mach' dein eigenes Ding

Seien wir ehrlich: Du musst deinen Partner nicht überall mitschleifen, vor allem, wenn er sich nicht wohl fühlt und dein Abend dann darin besteht, ihn aus seinem Schneckenhaus zu holen. Wenn er nicht auf Events steht: Besuch' sie einfach alleine. Dazu kommt, dass Paare in gesunden Beziehungen öfter getrennt voneinander Freunde treffen. Das stärkt das Selbstwertgefühl und bringt frischen Wind in die Beziehung.

5. Sprich' deine Gefühle aus

Es ist wichtig, Rücksicht auf die Gefühle deines Partners zu nehmen. Das bedeutet aber nicht, dass ein introvertiertes Gegenüber Vorrechte hat, auf die alle Rücksicht nehmen müssen. Es ist absolut in Ordnung, auch mal zu verlangen, dass er mit zu dem Arbeitsessen kommt, weil es für dich wichtig ist. Oder kundzutun, dass man gerne mal Freunde einladen würde, selbst wenn er sofort Stresspickel aufbaut. Kommst du ihm entgegen, so kannst du das auch von ihm erwarten.