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Partyrauchen: Warum beim Feiern sogar Nichtrauchende Lust auf Zigaretten haben

Jeder kennt mindestens eine oder einen: die, die auf einmal zur Zigarette greifen, wenn sie auf einer Party sind. Abends, wenn die Musik gut ist und das Bier schmeckt, die Gesellschaft passt und einer zum Rauchen geht, gehen plötzlich viele mit. Und: Sie schnorren sich auch eine Zigarette. Doch warum ist das eigentlich so?

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Partyrauchen: Warum beim Feiern sogar Nichtrauchende Lust auf Zigaretten haben
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Sie war so stolz: Endlich weg von den Zigaretten. Ab und zu vielleicht noch ein bissl E-Dampfen. Aber das war's auch. Dann kam allerdings ein Wiedersehen und ein Treffen mit Freundinnen und Freunden, die man schon wirklich lange nicht mehr gesehen hat. Und die bis auf einen doch auch alle nicht mehr rauchen. Aber bei ausgelassener Stimmung und dem ein oder anderen Glaserl, griff nicht nur sie, sondern immer mehr zum leidigen Glimmstängel. Warum eigentlich?

Warum raucht man mehr bei beim Fortgehen und auf Partys?

Denn eigentlich wissen wir ja, dass Rauchen massiv schädlich ist und zu den Risikofaktoren für verschiedene Krebsarten, Herzinfarkt, Schlaganfall und noch vieles mehr zählt. Daher fangen viele gar nicht erst an und viele versuchen den harten Weg, wieder von der Zigarette wegzukommen. Aber dennoch führen vor allem gemütliche Zusammentreffen oder Partys zu Rückfällen, vermehrten Konsum oder gar zu Überraschungs-TäterInnen.

Ist es der Alkohol, der ja erwiesenermaßen unsere Hemmschwelle senkt?

Weil es ja alle anderen auch tun, greift man ebenso zur Tschick? Oder sind es doch körpereigenen Prozesse, die uns verleiten?

Ist der gesellschaftliche Druck der Übeltäter?

Bei Partys sammeln sich oft die Raucherinnen und Raucher zu einer größeren Gruppe zusammen. Wer nicht mitgeht, ist quasi ausgeschlossen von den Gesprächen, die beim Rauchen geführt werden.

Und dann ist eben auch noch Alkohol im Spiel. Man ist im mehrfachen Sinne "angeheitert": Durch die Promille und durch das Gemeinschaftsgefühl, welches in unserem Hirn als etwas Positives, ja sogar Essenzielles abgespeichert ist. Durch das Rauchen wird zudem das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet.

Oder ist doch unser eigenes Gehirn "schuld"?

All diese Dinge fördern in jenem Moment unser Wohlbefinden, was unser Hirn automatisch wieder mit einem belohnenden Signal quittiert. Und mit diesem Muster abspeichert. Trinken wir also Alkohol oder sind in einer lustigen Gruppe am Feiern, erinnert uns unser Hirn daran, was diesen Effekt noch verstärken kann: nämlich gemeinsames Rauchen.

Die verstärkte Ausschüttung von Dopamin, ausgelöst durch Alkohol und Zigaretten ist jedoch ein Teufelskreis, der zur Sucht führen kann: 90 Prozent aller Alkoholsüchtigen sind ebenso nikotinsüchtig.

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