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WOMAN testet: Hippes Fertigessen im Glas

Fertiggerichte haben nicht den besten Ruf, doch ein junges Unternehmen aus Salzburg möchte das ändern: Bei Paulina B. gibt es Essen im Glas, doch nicht so, wie du denkst!

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paulina b
© instagram.com/paulinab.kitchen

Gulasch aus der Dose - gibt es ein Essen, das mehr mit kollektiven Erinnerungen verbunden ist als dieses? Ski-Ausflug mit Freunden, Camping-Trip nach Lignano oder Verlegenheitsmahl, wenn man nach dem Fortgehen nachts um 2 draufkommt, dass der Kühlschrank leer ist. Die Assoziationen sind zwar positiv, doch ist der Ruf eines Einweg-Gulaschs trotzdem nicht der beste. Wie sich das ändern kann, hat das Salzburger Unternehmen Paulina B. gezeigt.

Roman Blaschke und Wolfgang Meixner haben eineinhalb Jahre daran gearbeitet, Fertigessen zu produzieren, das ohne Stabilisatoren und Konservierungsstoffe auskommt und trotzdem ein Jahr im Glas ungekühlt haltbar ist. Der Clou ist ihnen gelungen und dank einer ordentlichen "Geldspritze", wie es in ihrem Blog heißt, konnte Paulina B. durchstarten. Die Salzburger bieten mehr als 50 verschiedene Speisen an, darunter Suppen, Currys, deftige Speisen wie Gulasch, Beilagen und Desserts. Alle Gerichte kommen im Glas und so ganz ohne Plastik aus.

Warum uns das Konzept so anspricht? Kürzlich veröffentlichte das Fachmagazin BMJ eine Studie, wie sehr Fertiggerichte - also industriell stark verarbeitete Lebensmittel - uns schaden können. Die WissenschaftlerInnen führten dies vor allem auf die Zusatzstoffe zurück, mit denen das Fertigessen versetzt ist. Darunter fallen eben auch Konservierungsstoffe sowie die Verarbeitungsmaterialien. Wenn man sich aber die Zutatenlisten von Paulina B.-Gerichten anschaut, dann liest man keine E-Ziffern und auch keine fremd klingenden Begriffe.

Und das gefällt uns! Denn auch wir haben im Büroalltag oft aus Zeitmangel oder einfach Faulheit Gerichte gekauft, die mit Zusatzstoffen nur so gespickt waren. Wer aber was Warmes im Bauch braucht und keine Möglichkeit hat, immer frischgekochtes Essen mitzunehmen, für den passt das hippe Fertigessen wie die Faust aufs Auge.Vor allem, wenn man es ungekühlt lagern kann. Denn wer schon mal einen Bürokühlschrank von innen gesehen hat, weiß, dass Platz Gold wert ist.

Und so haben wir uns eine Bürowoche lang durch das Sortiment geschlemmt. Mit dabei: Zwei Currys, ein Butter Chicken, Nockerl, Roter Reis, eine Tomatensuppe und ein Rhabarber Zitrus-Soufflé. Die Office-Mikrowelle hat für das Aufwärmen zwar ein wenig länger gebraucht als angegeben war, doch das lag sicher am Alter. Ich gebe es zu: Ein wenig skeptisch war ich schon, mir ein komplettes Hauptgericht aus zwei Gläsern am Teller zu drapieren, doch Paulina B. hat mich positiv überrascht.

Bestes Beispiel: Die Tomaten-Kokossuppe. Ich hatte eine unfair-hohe Erwartung, denn an die Tomatensuppe meiner Oma kann niemand rankommen - nicht einmal Mama! Doch diese Suppe schmeckt, als hätte sie jemand vor einer Stunde frisch gekocht und den Rest aus Ermangelung von Tupperware in ein Glas gekippt. Oma wird zwar nicht vom Thron gestürzt, doch von dieser Suppe will ich mehr. Auch die anderen Gerichte (vor allem das indische Butter Chicken) konnten mich und die Kolleginnen vollends überzeugen.

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