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Peelings gegen Falten

Teint zum Vorschein. WOMAN verrät, wie Sie sich 'schöner-häuten' können – von chemischen bis zu Fruchtsäure-Peelings.


Peelings gegen Falten
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Schlangen tun es im wahrsten Sinne des Wortes. Und sicher nicht der Schönheit wegen. Nichtsdestotrotz ist die Idee, "verbrauchte" Haut einfach abzustreifen, auch für Menschen gar nicht schlecht: Abgestorbene Hautschüppchen lassen Gesichter fahl und älter aussehen, behindern die Wirkung feiner Kosmetika und lassen weniger Sauerstoff an die Poren.

Peelings von hart bis zart

Heute gibt's längst sanftere Methoden, die Haut frischer zu schälen und ihre "Exfoliation" – also den natürlichen Prozess des Abstoßens toter Partikel – zu fördern. Auch dann, wenn die Selbsterneuerung mit zunehmenden Alter ohne Hilfe von außen immer langsamer wird.

Der Boom der neuen Laser in der Schönheitswelt hat Peelings in den vergangenen Jahren stark in den Hintergrund gedrängt. Zu unrecht. Peelings sind, ebenso wie Laserbehandlungen, eine gute Waffe gegen Altersschäden an der Haut. Ihr großer Vorteil: Im Gegensatz zu Laserbehandlungen sind sie auch für Menschen mit schmälerer Geldbörse leistbar.

Die richtige Wahl

Das Angebot an Peelings ist facettenreich. Da gibt es mechanische Varianten mit gröberen Partikeln, die sich bestens für Körperzonen mit dickerer Hornschicht wie Ellbogen oder Füße eignen, sowie Produkte mit feiner Konsistenz für die zarte Haut an Dekolletè oder Gesicht.

Außerdem beinhalten viele neue Cremes und Seren Enzyme , die Hautschüppchen sensibel und ohne Reibewirkung lösen. Und es gibt Peelings, die die Hautoberfläche mithilfe von Säuren erneuern.

Peelings mit Tiefenwirkung gibt es ausschließlich beim erfahrenen Beauty-Arzt (lesen Sie hier: alles zum neuen Schönheits-OP-Gesetz ), der die individuell richtige Mischung konzipiert.

Tiefe und mitteltiefe Peelings

Beim Schönheitsmediziner können nach genauer Hautanalyse chemische Peelings mit Trichloressigsäure auch markantere Schäden wie nicht mimische, tiefe Falten glätten. Der Effekt wirkt bis in die Leder- und Unterhaut und muss vom Spezialisten genau an den jeweiligen Hautzustand angepasst werden, weil sonst Verätzungsnarben drohen.

Ein "Spaziergang" ist diese Methode nicht: Man muss mit sieben Tagen Heilungszeit rechnen, in denen man nicht wirklich gesellschaftsfähig ist. Die schöne Überraschung kommt erst, wenn alle Krusten abgefallen sind. Tiefe Peelings macht man höchstens alle drei bis fünf Jahre einmal. Nach jeder Behandlung sind acht Wochen strenge Sonnenabstinenz nötig, um Pigmentverschiebungen an der dann heiklen jungen Haut zu vermeiden. Die beste Zeit für derlei Power-Peelings ist also der Winter. Der Preis der optischen Verjüngung liegt bei rund 400 bis 600 Euro.

Oberflächliche Peelings

Hier kommen Salicyl- oder Fruchtsäure ins Spiel, die in der Oberhaut wirken. Vom Beauty-Arzt in passender Intensität aufgetragen, sorgen diese dafür, dass Pigmentflecken, Sonnenschäden, kleine Narben oder Fältchen verschwinden.

Vier bis fünf Sitzungen im Abstand von vier Wochen sind nötig für den optimalen Effekt.

Das Tolle daran: Man ist sofort nach der Behandlung gesellschaftsfähig, freut sich am Ende der Schälkur aber über einen ähnlichen Erfolg wie nach der deutlich kostspieligeren Lasertherapie: Mit rund 100 Euro pro Termin ist es hier getan.