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Peeple - die App, um Menschen zu bewerten

Die App frisch aus der Hölle: Mit "Peeple" können dich alle Personen, die du jemals in deinem Leben getroffen hast, öffentlich beurteilen und bewerten - wie ein Produkt oder ein Lokal.

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Peeple App
© istockphoto.com

Das Internet ist an sich schon ein rauer Ort: Mobbing und Hass-Postings sind leider in sozialen Netzwerken bereits an der Tagesordnung. Aber nun soll eine neue App das Ganze noch befeuern: Denn bei "Peeple" soll man Menschen bewerten können - wie vergleichsweise Lokale auf Yelp oder Produkte auf Amazon. Und man muss kein Genie sein, um sich auszurechnen, wie böse diese Idee enden kann.

Man denke nur an den angehimmelten Schwarm mit seiner ach so perfekten Freundin, die Chefin, die einen nicht genügend würdigt oder den anhänglichen Ex. Genügend Potenzial für Bewertungen aus einer Laune heraus, die dann jedoch für immer ins Internet gebrannt sein können. Denn laut den zwei Gründerinnen hinter Peeple, wird es keine Möglichkeit geben, sein Profil oder negative Kommentare zu löschen.

Um eine Bewertung auf Peeple abgeben zu können, muss man offiziell 21 Jahre alt sein, einen Facebook-Account haben und mit seinem echten Namen posten. Wenn die Person, die man bewerten möchte noch nicht auf Peeple ist, dann muss die Telefonnummer der- oder desjenigen hinterlegt werden. Diese erhält dann eine SMS mit der Botschaft, wer sie oder ihn nun also öffentlich beleidigt oder lobt. Eine Einwilligung der Betroffenen wird also nicht notwendig sein.

Bewertet werden kann unter anderem mit einem Sterne-System - wobei 5 die Best-Note ist. Wird ein negatives Urteil gefällt, dann wird jenes zunächst 48 Stunden nicht veröffentlicht. In dieser Zeit hat der oder die Benotete die Gelegenheit, den negativen Eindruck im Gespräch mit dem User direkt zu korrigieren. Gelingt dies nicht, geht die schlechte Einschätzung online.

Angedacht ist die App, um dank der Bewertungen besser einschätzen zu können, wer einen da auf ein Date einlädt, ob die Bewerberin tatsächlich ins Team passt oder ob man wirklich will, dass diese Person das eigene Baby sittet. Darüber hinaus sollen sich User nur mit den besten Menschen überhaupt umgeben können - denn es werden andere Nutzer mit einer Bewertung ab 4,6 Sternen in deiner Umgebung angezeigt.

Und eigentlich wollten die Gründerinnen mit der App, die ab November 2015 erhältlich sein soll, ja "Liebe und eine positive Einstellung versprühen", aber in Wirklichkeit öffnen sie mit Peeple wohl leider nur Tür und Tor für Niederträchtigkeit, Schikanen sowie Mobbing.

Mehr auf forthepeeple.com. Die zugehörige Facebook-Seite wurde nach immensen Online-Protesten und starker Kritik übrigens gelöscht.

Thema: Apps

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