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Pflanzenwasser, gesunde Süße, natürliche Farbe: Die Food-Trends 2017

Nie war das Interesse an Food-Blogs, gesunder Ernährung und Superfood größer. Klar, dass auch 2017 neue Ernährungstrends auf uns zukommen. Wir stellen drei spannende Entwicklungen vor, die Ernährungsbewusste auf dem Radar haben sollten.


Pflanzenwasser, gesunde Süße, natürliche Farbe: Die Food-Trends 2017
© strecosa (CC0 1.0)

Pflanzenwasser als neuer Fitnessdrink

Mit dem Kokosnusswasser fing es an, auch Aloe vera und Kaktus gibt es mittlerweile in der Flasche. Fitnessfans und Yogis schwören darauf. Nun schwappen immer mehr Pflanzenwässerchen auf den Markt, die allemal gesünder als die zuckerhaltigen isotonischen Getränke und Pulver sein sollen. Pflanzenwasser bringt mehr Geschmack mit sich als normales Wasser und wirkt positiv auf den Körper. Aloe vera soll bei Verstopfungen und beim Abnehmen helfen. Hersteller von Kaktuswasserdrinks werben mit dem hohen Gehalt an Elektrolyten und Antioxidantien. Die Getränke haben mithin das Potenzial, neue beliebte Superfoods zu werden.

Alternativen zu Zucker dringend gesucht

Zucker ist das Sorgenkind der Food-Branche. Egal ob in seiner ursprünglichen Form oder als künstliches Süßungsmittel, zu viel süßes Essen macht krank. Manche Länder wollen gar ihre Bevölkerung vor den Folgen für die Gesundheit schützen und denken über eine Zuckersteuer nach. Dazu gehören Finnland, Frankreich, Südafrika und einige US-Staaten. In Mexiko gibt es seit 2014 eine Steuer auf süße Softdrinks, die bereits erste Wirkungen zeigt.

Mit Stevia existiert zwar bereits eine vermeintlich gesündere Zuckeralternative. Wer den pflanzlichen Süßstoff jedoch in übermäßigem Maße zu sich nimmt, lebt ungesund. Die Lebensmittelkonzerne finanzieren Studien, um endlich ein Mittel zu finden, das Speisen süß macht, den Konsumenten aber nicht krank. Doch es gibt auch andere Wege. So hat zum Beispiel ein Start-up aus den USA einen besonderen Pilz entdeckt. Er soll den bitteren Geschmack von Kakaobohnen etwas abmildern. Damit hätte man einen Weg gefunden, wie Schokolade zwar weiterhin gut schmeckt, jedoch mit weniger Zucker auskommt.

Eine Alge als natürlicher Farbstoff

Algen gelten schon länger als Superfood, die in ihnen enthaltenen Fette sind besonders reich an wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Darüber hinaus könnten Algen auch in anderer Hinsicht bald eine wichtig Rolle spielen – als Farbstoff: Lebensmittel in künstlichen Knallfarben sind nicht besonders appetitanregend. Zu groß ist bei vielen Verbrauchern die Sorge, den Körper mit künstlichen Farbstoffen zu belasten. Klar, dass die Food-Branche nach natürlichen Alternativen für die E-Stoffe sucht. Mit Kurkuma und Paprika hat sie bereits eine Lösung gefunden, Nahrungsmittel auf natürlichem Wege rot und gelb zu färben. Doch für Grün und Blau gab es lange Zeit keine natürlichen Substitute. Die blaugrüne Alge Spirulina könnte nun die Wende bringen. Knallblaue Kaugummis und fruchtig grüne Gummibären – mit Algenextrakt sind sie vielleicht bald gesünder, als sie aussehen. Übrigens: In der Food-Fotografie auf Instagram hat die Farbe Lila gerade Konjunktur, kaum ein Gericht kommt aktuell ohne diese Farbe aus.

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