Ressort
Du befindest dich hier:

Hutdesigner Philip Treacy verschönert die Kärntner Straße

Die exzentrischen und theatralischen Hutkreationen des Stardesigners gibt es aktuell im Rahmen einer Kunstinstallation in den Schaufenstern von Swarovski Wien zu bewundern.

von

  • Philip Treacy fuer Swarowski

    Verschleierung deluxe - eine Hommage an Kaiserin Sissi, die ihr Gesicht ab ihrem 40. Lebensjahr nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigte.

    Bild 1 von 7 © vyhnalek.com
  • Philip Treacy fuer Swarowski

    Der Swarowski-Shop leuchtet in der Nacht.

    Bild 2 von 7 © vyhnalek.com

Eigentlich würde man bei Philip Treacy, dem Mann der all den berühmten Häuptern wahnwitzig gamouröse Hutkreationen auf den Kopf zaubert, vermuten, dass auch er etwas Glitzer dieser Welt verstreut. Aber steht man dem Hutdesigner persönlich gegenüber, merkt man nichts davon und freut sich, mit einem unglaublich charmanten und bodenständigen Iren zu plaudern. Gelegenheit dazu bot Swarovski Wien, dessen Schaufenster Treacy seit 17. April neu mit seiner Kunstinstallation befüllt. Seine Kunst ist damit für alle, die durch den 1. Wiener Bezirk flanieren zu bewundern.

Bei der Vernissage führte Philip Treacy persönlich die insgesamt fünf Glaskuben vor, die allesamt mit spektakulären Hutkreationen unter dem Titel „All that glitters is gold“ bestückt sind. Einerseits Werke, die bereits in die Modegeschichte eingegangen sind und von Grace Jones, Lady Gaga und vielen mehr getragen wurden, andererseits speziell für diese Kooperation gefertigte Hutmodelle.

Inspiration dafür fand der Hutdesigner in der österreichischen Kultur, spezifisch bei den Habsburgern. So sieht man unter anderem eine Hommage an Kaiserin Sisi - ausgestellt mit der Kaisergruft im Hintergrund. Wie der Designstar treffend festgestellt hat, hat der Tod in Wien ja etwas glamouröses an sich und mit diesem Hintergedanken schuf er das Masterpiece der Sammlung: eine Schiffsgaleere in voller Fahrt mit unglaublich feinen Details. Als Ideengeber diente auch hier das heimische Adelsgeschlecht - und der Gedanke etwas zu designen, dass Marie Antoinette beim Begräbnis ihrer Mutter Maria Theresia getragen haben könnte.

Andere Modelle stehen für die Zusammenarbeit zwischen dem Designer und Swarovski, die bereits in die 1990er Jahre zurückreicht. Zuletzt wirkte Swarovski an der aufsehenerregenden Show im Rahmen der London Fashion Week 2012 mit, bei der Philip Treacy seine Models in Originalkostümen von Michael Jackson auf den Laufsteg schickte.

Philip Treacy, als Sohn eines Bäckers und einer Hausfrau in Irland geboren und später der erste Student für Hutdesign am Royal College of Art in London, fasziniert schlicht das Phänomen „Hut“ und diese Begeisterung vermag er auch weiterzugeben: „Hüte sind das Viagra der Fashion-Welt. Mit einem Hut verändert sich die Persönlichkeit des Trägers. Man steht anders, läuft anders. Ein Hut kann bewirken, dass sich eine Person interessant fühlt. Mein Ziel ist es, dass sich jeder, der einen Hut trägt, fühlt, als sei er eine Million Dollar schwer.“

Wer also ab aktuell vor der Kärntner Straße 24 stehen bleibt, wirft einen Blick auf echte Haute Couture. Die Kundenliste von Philip Treacy liest sich dabei wie das Who is Who der internationalen Prominenz: Sarah Jessica Parker auf dem roten Teppich, Vertreterinnen der königlichen Familien und Top-Designer wie Armani, Versace, Valentino und Karl Lagerfeld für Chanel haben ihre Kollektion mit seinen Werken noch akzentuiert.

WOMAN Newsletter

Deine täglichen Infos per Mail: News, Gewinnspiele und tolle WOMAN-Aktionen.

Ja, ich möchte den WOMAN-Newsletter erhalten. Ich nehme zur Kenntnis, dass ich die Newsletterzusendung jederzeit durch den in jedem Newsletter enthaltenen Abmeldelink widerrufen kann.