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Photoepilation: die Infos

Störende Härchen dauerhaft und gut entfernen – dafür gibt es jetzt eine neue Enthaarungsmethode: bei der Photoepilation wird das Haar aufgehellt. Alle Infos.


Photoepilation: die Infos
© Corbis

Wachsen, Rasieren oder Epilieren: Enthaarungsmethoden gibt es zahlreiche. Ihnen gemein: sie müssen oft wiederholt werden (lästig), dauerhafte Ergebnisse gibt es nicht. Die Photoepilation verspricht langfristigere Erfolge. Bei der auch Blitzlampentechnik, Pulslichttechnik oder IPL-Technologie (IPL = Intensive Pulsed Light) genannten Methode werden die Härchen dauerhaft aufgehellt oder entfernt.

Was bringt die Photoepilation

Die Photoepilation ähnelt der Laserepilation. Allerdings wird hier nicht mit einem Laserstrahl sondern mit einem intensiven Pulslicht gearbeitet, das von einer Blitzlampe abgegeben wird. Das Farbpigment Melanin (also jener Farbstoff, der Haut und Haaren ihre Farbe verleiht) nimmt die Lichtblitze auf und wird dadurch stark erhitzt. Diese hohe Temperatur von etwa 70°C leitet das Melanin an die Haarfollikel weiter und zerstört sie dadurch.

Das Ergebnis: Die Follikel sind nicht mehr in der Lage neue Haare zu produzieren.

Für wen taugt die Photoepilation?
Da die Blitzlichtenthaarung auf der Zerstörung des Haarpigments Melanin beruht, werden die besten Resultate bei melaninreichen (also dunklen Haaren) erzielt.

Was muss man bei der Photoepilation beachten?

Ehe man sich dieser Methode unterzieht, sollte man seinen Hautarzt konsultieren und abtesten, wie die Haut auf die Behandlung reagiert. Dazu ist es empfehlenswert, die Photoepilation von einem Arzt durchführen zu lassen, der sich auf diese Behandlungsmethode spezialisiert hat. Wichtig: Vor der Behandlung sind Sonnenbad, Solarium und Rasur verboten (mindestens drei Tage im Vorfeld!).

Was passiert bei der Behandlung?

Die Zone, bei der die Behandlung durchgeführt wird (Gesicht, Bikinizone, Achseln, Beine) wird gesäubert und gegebenenfalls abgeschminkt. Nun wird ein Licht leitendes Gel in einer dünnen Schicht auf die Haut aufgetragen um eine optimale Lichtübertragung zu gewährleisten. Damit die Behandlung schmerzfrei bleibt, wird zusätzlich eine Betäubungscreme appliziert. Dazu wird die Haut aufgrund der starken Hiteentwicklung während der Durchführung mit Gelkissen gekühlt. Zusätzlich trägt der Patient während der ganzen Enthaarungsphase Schutzbrillen.

Wie oft muss man zur Photoepilation?

Um ein perfektes Resultat zu erzielen sind mehrere Behandlungen in einem mehrwöchigen Abstand notwendig. Die besten Erfolge wurden bisher bei heller Haut und dunklen Haaren verzeichnet.

Was sind die Vorteile?

Die Photoepilation ist so effizient wie die Laserepilation. Nach der Behandlung wachsen neue Haare nur langsam und sehr fein nach. Die Haarentfernung ist zwar nicht permanent, aber doch von Dauer: Das Ergebnis hält immerhin bis zu 5 Jahre an! Und: Die Methode ist – bis auf ein leichtes Kribbeln – schmerzfrei.

Was sind die Nachteile?

Je nach Körperzone werden bis zu 5 bis 10 Mal Behandlungen fällig. Ein Richtwert: Für Augenbrauen muss man mit 4, für die Beine mit 8 Sitzungen rechnen. Und: Die Behandlung kann teuer werden! Der Preis hängt von der behandelten Oberfläche ab und variiert zwischen 35 € für eine Braue, 50 € für die Oberlippe und 250 bis 300 € für die Beine.

Was muss ich wissen?

Bei Schwangeren und Kindern ist die Blitzlampentechnik absolut untersagt! Auch dunklen Hauttypen wird von der Photoepilation abgeraten – das Melanin könnte geschädigt werden. Bis zu zwei Wochen (besser: länger!) nach der Behandlung dürfen die epilierten Zonen auf keinen Fall stärkerer Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden um die Bildung von Pigmentflecken zu vermeiden. Die Pulslichtenthaarung ist deshalb vor allem im Winter empfehlenswert.