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Pierce Brosnan: Soll James Bond schwul werden?

Ex-"Bond" Pierce Brosnan verriet im Interview, was er von dem Vorschlag hält, dass sich die Kultfigur 007 als homosexuell outen soll. Was meint ihr?

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© Photo by Craig Barritt/Getty Images

Seit Monaten wird diskutiert, wer denn nun als nächster James Bond in Frage käme. Ein Favorit ist Idris Elba, der somit als erster schwarzer Bond auf der Leinwand zu sehen wäre. Doch leider sind nicht alle 007-Fans mit dieser Entscheidung so glücklich.

Ex-James-Bond Pierce Brosnan meldete sich nun zu Wort und verriet im Interview mit dem Magazin "Details", dass er sich einen schwulen oder schwarzen James Bond sehr gut vorstellen könnte. Im weitere Verlauf des Gesprächs kritisiert Brosnan auch die "festgefahrenen, altmodischen Strukturen und Meinungen im Hollywood-Geschäft". Doch: "Ich glaube aber nicht, dass Barbara Broccoli (die Produzentin von James Bond) zu ihren Lebzeiten einen schwulen Bond auf die Leinwand lässt. Ich fände es aber sehr interessant zu sehen."

Dass sich seine Heimat Irland in den letzten Monaten klar für eine Gleichstellung von Homo-Ehen ausgesprochen hatte, findet der Schauspieler toll: "Genug des Schämens und Vertuschens. Es ist ein großartiges Zeichen des zukunftorientierten Denkens für eine Nation, die so von der Religion geschunden wurde."

Und auch wenn Brosnan sich einen schwulen Bond durchaus vorstellen könnte, ist sein Rat folgender: "Lassen Sie uns zunächst mit einem wunderbaren schwarzen Schauspieler den James Bond besetzen und Idris Elba hat dafür das richtige Format."

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Leider denken nicht alle so offen, wie Pierce Brosnan. So erklärte Urgestein und Ex-James Bond Roger Moore: "Obwohl James von einem Schotten, einem Waliser und einem Iren gespielt wurde, denke ich, sollte er englisch-englisch sein. Ein schwarzer Bond ist zwar eine interessante Idee, aber ziemlich unrealistisch."
In einem öffentlichen Statement erklärte Moore allerdings, dass diese Aussagen nicht auf Elba bezogen waren.

Die erschreckendste Aussage in diesem Zusammenhang lieferte Yaphet Kotto, der in "Leben und sterben lassen" den ersten schwarzen Bond-Bösewicht spielte. Seine Meinung zur Debatte: "James Bond kann nicht schwarz oder schwul sein. Zum Teufel mit der politischen Korrektheit, wir müssen bei dem bleiben, was buchstäblich korrekt ist."
Ach, Yaphet ... echt jetzt?

Thema: Society