Ressort
Du befindest dich hier:

Pigmentflecken vom Sommer? Jetzt handeln!

Sommersprossen und Schönheitsflecken sind süß – Age-Spots und Melanome hingegen können nicht nur unschön, sondern auch gefährlich sein. Zwei Expertinnen verraten was du gegen Pigmentflecken tun kannst!

von

Pigmentflecken vom Sommer

Sommersprossen sind süß, großflächige Pigmentflecken weniger...

© istockphoto.com

Sommersprossen sind in. Öko-Mode und der hippe Natur-pur-Lifestyle verkauft sich einfach besser, wenn die Models die süßen kleinen Punkte auf der Haut tragen. Nichts wirkt verführerischer als ein natürlich freches Aussehen. Deswegen werden Sommersprossen jetzt sogar aufgemalt. Allerdings sind nicht alle Flecken gern gesehen: Pigmentierungen, die mit dem Alter und einer Überdosis UV-Strahlung einhergehen, sind alles andere als beliebt. Sie heißen gemeinerweise auch noch Age-Spots und werden von der Beauty-Industrie mit einer ganzen Batterie an Whitening-Produkten & Methoden bekämpft. Die beiden Dermatologinnen Prof. Dr. Tamara Kopp und Dr. Sibylle Wichlas vom ästhetisch medizinischen Zentrum Juvenis verraten welche Methoden es zur Fleckenbekämpfung von Kopf bis Fuß gibt.

Nur Profis erkennen gute und böse Flecken

Altersflecken, Sommersprossen, Leberflecken, Muttermale, Melasmen, Chloasmen, Seborrhoische Keratosen, Melanome – es gibt verschieden bräunliche Hautverfärbungen“, sagt Prof. Dr. Tamara Kopp. „Manche davon sind harmlos, andere hingegen gefährlich.“ Ein Laie kann nicht unterscheiden, ob es sich bei einem Fleck um ein Muttermal oder um eine bösartige Hautveränderung handelt. Aus diesem Grund predigen Dermatologen seit Jahren regelmäßige Haut-Screenings. „Bis auf wenige Ausnahmen entsteht Hautkrebs sichtbar auf der Hautoberfläche“, sagt die Ärztin. „Diese Tatsache kann man nutzen, um ihn rechtzeitig zu erkennen und zu stoppen. Denn nur bei Früherkennung bestehen gute Heilungschancen.“
„Bei einer gründlichen Untersuchung von Kopf bis Fuß nach auffälligen Muttermalen, Leberflecken & Co. kann der Profi jede Art der Hautverfärbungen checken, erkennen, beleuchten und in weiterer Folge natürlich kosmetisch oder medizinisch behandeln“, erklärt Dr. Sibylle Wichlas. „Verdächtige Veränderungen werden mit dem Auflichtmikroskop festgehalten und genau beobachtet.“
Der Markt bietet die ganze Palette an Behandlungsmöglichkeiten für Beauty & Gesundheit von Lasertreatments über Cremetherapien bis hin zu operativen Entfernungen der Hautveränderungen.

Wie entstehen Pigmentflecken und Melasmen?

Die Sonne ist Schuld an rund 90 Prozent aller Hautschäden wie Elastizitätsverlust, Falten, Pigmentflecken und letztendlich auch Hautkrebs. Natürlich hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass Sonnenschutz vor Hautschäden und Flecken aller Art bewahrt. Und der Geist ist ja auch willig, Sonnenschein aber macht schwach: Wenn Strand und Meer locken, wirft man die guten Vorsätze rasch über Bord. Zudem ist auch der höchste Schutzfaktor kein Garant für absolute Fleckenfreiheit. „Besonders bei hellhäutigen Menschen bilden sich schnell braune Flecken im Gesicht und auf den Handrücken“, sagt Dr. Wichlas. Auch eine Schwangerschaft oder die Einnahme der Pille können zur Fleckenbildung führen: „Die Kombination von Sonne und dem weiblichen Hormon Östrogen begünstigen die Entstehung unschöner Verfärbungen, so genannter Melasmen“.
Die gute Nachricht: „Es gibt viele Möglichkeiten, die Flecken zu behandeln und aufzuhellen“, sagt Prof. Dr. Kopp. „Wichtig ist die richtige Diagnose: Nachdem wir herausgefunden haben, um welche Art von Spot es sich handelt, wird eine sinnvolle und zielführende Therapie eingeleitet.“
Safety first: „Obwohl Gesundheit und Schönheit Hand in Hand gehen, wird bei uns gerade in der Dermatologie der medizinische Aspekt zuerst beleuchtet“, sagt die Ärztin. Will heißen: Bei Verdacht auf eine bösartige Hautveränderungen ist rasches Handeln gefragt. Derartige Flecken werden dann stets operativ entfernt und im Labor begutachtet.

Muttermale kontrollieren - bösartiges Muttermal - normales Muttermal

Muttermale selbst kontrollieren

Wie werde ich die Flecken los?

Cremetherapie: Die Basis jeder ästhetischen Pigmenttherapie ist die Kombination aus Cremen, Vitamin- und Phytoextrakt-Kapseln. Die Cremetherapie setzt dabei auf UV-Schutz und Pigmentstabilisierung: „Abends wird eine pigmentstabilisierende Creme und tagsüber Sonnenschutz sowohl zum Cremen als auch zum Einnehmen verschrieben“, sagt Dr. Wichlas. Die Cremetherapie setzt also an den beiden wichtigsten Punkten der Pigmentierungs-Problematik an: „Einerseits wird durch die Verwendung von UV-Schutz die Entstehung weiterer Spots gestoppt, andererseits hemmen die pigmentstabilisierenden Cremen die Pigmentproduktion“, so Dr. Kopp.

Pigmentflecken im Frühling

Lichttherapie: Darüber hinaus können störenden Flecken mit intensiv gepulstem Licht entfernt werden. Bei der Photorejuvenation zielt das Blitzlicht auf überpigmentierte Hautstellen, die extrem viel Melanin enthalten und lässt sie verschwinden. Angenehmer Nebeneffekt: Das Licht strafft die Haut, feine Fältchen werden geglättet, die Poren verkleinert und Teint sieht frisch aus. Auch die meist besonders sonnengeschädigten, großflächigen Areale auf Dekolleté, Armen und Handrücken lassen sich mit dieser Methode effektiv verjüngen.

Peelings: "Zusätzlich kann man auch mit diversen Peelings gut größere Areale behandeln“, sagt Dr. Wichlas. Sollen nur einzelne Flecken entfernt werden, gibt es die Möglichkeit, diese zu vereisen, so dass sie dann vom Körper abgepeelt werden. Kryotherapie: „Sind die Hautveränderungen nicht nur pigmentiert, sondern auch tastbar, können sie in örtlicher Betäubung mit Hochfrequenz verdampft oder mittels Kryotherapie eingefroren werden“, erklärt Dr. Wichlas. Auch hier sind die Resultate dauerhaft.

Wir finden: Die süßen Sommersprossen und Signature-Muttermale sollen unangetastet bleiben, denn sie zeigen auch die Einzigartigkeit und Schönheit eines jeden Menschen. Nichtsdestotrotz ist eine regelmäßige (einmal pro Jahr) Muttermalkontrolle beim Profi ein absolutes MUSS!

Juvenis Tamara Kopp, Sybille Wichlas
Dr. Sibylle Wichlas (links) und Prof. Dr. Tamara Kopp (rechts) von Juvenis