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Wie sich Jennifer auch ohne Mann ihren Kinderwunsch erfüllt hat!

Jennifer war 34 Jahre alt als sie sich dazu entschied Mama zu werden. Mann hatte sie keinen aber einen Plan, wie sie trotzdem schwanger werden könnte!

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Planning Mathilda - Kinderwunsch als Singlefrau

Jennifer kurz vor der Entbindung!

© via planningmathilda.com

"Weiblich, ledig, jung sucht Samenspender." Dies war der Startschuss für Jennifers großes Vorhaben: ein Baby bekommen. Eigentlich wollte die 35-jährige Berlinerin schon immer ein Kind, doch Mr. Right war irgendwie nie dabei. Vor ca. 2 Jahren entschloss sie sich dann einfach ohne Mann schwanger zu werden. Auf ihrem Blog "Planning Mathilda" erzählt sie, wie sie sich ihren Kinderwunsch auf eigene Faust erfüllte. Ihre kleine Tochter Mathilda ist jetzt 5 Monate alt und hält sie gut auf Trab. Trotzdem haben wir es geschafft mit der frisch gebackenen Mama über ihren persönlichen Weg zum Wunschkind zu plaudern.

»Es war ja auch immer noch Zeit, auf den Richtigen zu warten. Bis eben keine Zeit mehr war.«

WOMAN: Liebe Jennifer, bist du der Ansicht, dass man zum Kinder kriegen einen Mann braucht?
Jennifer: Was man von einem Mann braucht, wissen wir ja (lacht). Ob man einen Ehemann braucht? Nein. Einen festen Partner? Auch nicht. Sicher ist es schön, sich die Arbeit und Freude zu teilen aber es geht auch ohne. Für ein Kind ist es gut einen Papa zu haben. Schaffen kann man es auch alleine. Es gibt so viele tolle Mütter, die es alleine meistern - sehr bewundernswert!

WOMAN: Du schreibst auf deinem Blog, dass dein Kinderwunsch schon immer groß war - warum hat es trotzdem nicht geklappt?
Jennifer: Ich habe nie einen Partner gehabt, mit dem ich mir vorstellen konnte Kinder zu bekommen. Es war ja auch immer noch Zeit, auf den Richtigen zu warten. Bis eben keine Zeit mehr war.

WOMAN: Welche Möglichkeiten gibt es für Singlefrauen, um schwanger zu werden?
Jennifer: Spendersperma, One Night Stand, Becher-Methode, Möglichkeiten gibt es viele, da muss jede Frau selber entscheiden, welchen Weg sie gehen möchte.

WOMAN: Wäre es für dich eine Option gewesen Sperma zu kaufen?
Jennifer: Das war meine erste Idee, ja. Und wäre ich nicht zufällig auf das Co Parenting aufmerksam geworden, dann hätte ich es auch so gemacht. Nur erschien das Konzept dann attraktiver für mich.

WOMAN: Erzähl doch mal von diesem Co-Parenting?
Jennifer: Dabei entschließen sich einfach zwei Menschen ein Kind zu bekommen, ohne dabei eine Liebesbeziehung eingehen zu müssen. Die Idee, dass ein Kind Mutter und Vater hat, die zwar befreundet aber kein Paar sind, fand ich ganz spannend. Zumal mein Job als Flugbegleiterin es mit sich bringt, dass mein Kind manchmal mehrere Tage betreut werden muss, da wollte ich es in guten Händen wissen, bei einer ihm vertrauten Person.

»Wenn du jemanden suchst, der gerne ein Kind ohne Beziehung hätte, dann weiß ich genau den Richtigen.«

WOMAN: Du hast dich also auf die Suche nach einem Papa für dein Kind gemacht und bist schnell fündig geworden?
Jennifer: Nachdem ich mir dieses Konzept Co-Parenting als das für mich beste herausgesucht hatte, fiel mir ein Gespräch aus dem letzten Jahr wieder ein. Eine Kollegin und ich saßen im Café und ich erzählte ihr von meiner Trennung aufgrund des Kinderwunsches. Definitiv nicht der beste Tag meines Lebens. Aber den einen Satz, den sie sagte, habe ich mir gemerkt: "Wenn du jemanden suchst, der gerne ein Kind ohne Beziehung hätte, dann weiß ich genau den Richtigen."

WOMAN: Gut, du hast also den Richtigen gefunden. Hattet ihr dann Sex, um das Kind zu zeugen?
Jennifer: Nein, wir haben die Bechermethode benutzt, da wir die Freundschaft nicht mit Sex belasten wollten.

WOMAN: Wurdest du gleich beim ersten Versuch schwanger?
Jennifer: Beim ersten richtigen, ja. Wir haben einen "Trockenversuch" einen Monat vorher gestartet, um mal zu sehen ob es nicht für einen von uns unangenehm ist. Im nächsten Monat habe ich dann mit Ovulationstests und App alle Register gezogen und da hat es geklappt. Da waren wir beide sehr überrascht.

WOMAN: Gab es denn Menschen, die dich dafür kritisiert haben?
Jennifer: Ich habe eigentlich durchweg nur positive Resonanz bekommen. Es gab zwar unter diversen Posts negative Reaktionen, aber eigentlich immer nur der Vorwurf, dass es egoistisch ist, einfach so ein Kind in die Welt zu setzen. Ja, ist es aber immer. Es entscheidet eben auch bei einem Paar nicht das Kind sondern die Eltern. Und wenn die sich dann trennen sind sie doch auch egoistisch. Meistens sind das Leute, die die Idee nicht verstanden haben.

WOMAN: Was hast du den Leuten erzählt, wenn sie dich gefragt haben, wer der Vater ist?
Jennifer: Die Wahrheit. Ein Freund, der als Co-Vater mit mir das Kind großzieht.

WOMAN: Wie war das Verhältnis zwischen dir und dem Papa als du schwanger warst? Habt ihr euch oft gesehen? Was unternommen?
Jennifer: Wir haben uns vorher ein paar Monate kennengelernt, waren zusammen im Urlaub und als ich dann schwanger war, haben wir uns ca 1x pro Woche getroffen. In der Schwangerschaft passiert ja nicht viel aber er war bei einigen Arztterminen dabei und hat mir auch bei so Dingen wie Ikea geholfen.

WOMAN: Nun ist dein Wunschkind Mathilda schon 5 Monate alt. Erzähl mal von eurem Familienalltag!
Jennifer: Im Moment wird sie ja noch voll gestillt und weicht auch ungern von meiner Seite. Trotzdem kommt der Papa an jedem freien Tag. Meistens machen die beiden zusammen Mittagsschlaf und spielen dann. So habe ich ca 2-3 Stunden pro Tag für mich und mache dann Haushalt, koche vor oder gehe mal baden. Sobald sie etwas weniger anhänglich ist, werden die beiden auch mal rausgehen oder ich zum Yoga. So habe ich mal meine Ruhe und die beiden lernen sich gut kennen. Wenn sie dann soweit ist, wird sie auch bei ihm übernachten, das muss sie ja spätestens wenn ich wieder arbeiten gehe. Abends und nachts bin ich mit ihr alleine, das genieße ich auch sehr.

WOMAN: Wirst du Mathilda später die Wahrheit erzählen?
Jennifer: Sie wird natürlich immer altersgerecht die Wahrheit erfahren. Es ist ja auch nichts Schlimmes. Und ganz bestimmt wird sie nicht das einzige Kind im Kindergarten sein, dessen Eltern nicht zusammen leben.

WOMAN: Spielst du schon mit dem Gedanken eventuell noch ein Kind zu bekommen?
Jennifer: Ich hätte sehr gerne noch mehr Kinder, ich finde es einfach toll, aber das nächste würde ich dann schon gerne mit einem richtigen Partner bekommen. Ein bisschen Zeit habe ich ja noch, einen zu finden. Und das kann ich ohne Stress und Torschlusspanik tun, denn ich habe ja schon eine wunderbare Tochter und wenn sie mein einziges Kind bleibt, dann ist das auch okay.

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© Video: WOMAN

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