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Plastikteilchen aus Kosmetik landen in Lebensmitteln

Von Peeling, Zahnpasta und Duschgel landen die darin enthaltenen kleinen Plastikkügelchen schließlich in unserem Essen.

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Peeling
© Thinkstock

Überall um uns ist Plastik: unserer Zahnbürste, das Sackerl für unsere Einkäufe, Geschirr, Einrichtungsgegenstände - und nun auch bald unser Essen! Letzteres ist jedoch nicht ganz gewollt, ist aber Konsequenz aus unserer Plastikwelt.

Schuld sind in diesem Falle die Kügelchen aus Pflegeprodukten wie Peeling, Zahnpasta oder Duschgel, die für einen mechanischen Reinigungseffekt sorgen sollen. Das deutsche NDR-Verbrauchermagazin „Markt“ verdächtigt diese, verantwortlich dafür zu sein, dass man mikroskopisch kleine Plastikkugeln im Honig sowie im Regenwasser fand.

Über das Abwasser geraten diese in die Umwelt, verbreiten sich im Grundwasser, damit in der Erde und über Kondensation sogar in den Regen und schließlich über die Kreisläufe der Natur in unsere Nahrungsmittel.
„Wir können davon ausgehen, dass das Mikroplastik überall in der Atmosphäre zu finden ist“, so Gerd Liebezeit vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Der deutsche Forscher fand in 19 untersuchten Honigen Plastikrückstände und -fasern, in vier Proben befanden sich noch die Plastikkügelchen im Ganzen.

Alternativen für Peelings ohne Plastik gibt es übrigens genügend: Beispielsweise mit natürlichen Inhaltsstoffen (Orangen-Peeling selbstgemacht) oder schlicht und ergreifend mit einem groben Waschlappen.

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