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Adieu Plastiksackerl?

Brauchen's a Sackerl dazu? Diese Frage wird in Zukunft mit Kosten verbunden sein, damit nicht mehr jedes Jahr alleine in Österreich 1 Milliarde Plastiksackerl im Handel sind und unsere Umwelt verschmutzen.

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Plastiksackerl
© iStockphoto.com

Beim spontanen Shopping greift man schon einmal dankbar zum kostenlos angebotenen Plastiksackerl. Eindeutig bequemer so. Aber diese Bequemlichkeit müssen tausende Bewohner der Weltmeere mit dem Leben bezahlen.

Daher präsentierte aktuell Umweltminister Andrä Rupprechter eine freiwillige Selbstverpflichtung des österreichischen Handels: Zahlreiche Firmen bieten zukünftig keine Gratis-Sackerl mehr an, um so den ersten Schritt zur Eindämmung der Plastiksackerl-Flut zu setzen. So soll der Verbrauch von Kunststofftragetaschen bis zum Jahr 2019 halbiert werden.

Bisher fallen laut Schätzungen von Greenpeace alleine in Österreich jährlich eine Milliarde Plastiksackerl im Handel an. Wovon jedes laut Global 2000 durchschnittlich nur 12 Minuten benutzt wird, bevor es weggeworfen wird. Dann braucht es jedoch 300 bis 400 Jahre bis das Plastik verrottet beziehungsweise in sandkorngroße Stücke zerfällt.

In Österreich wird Plastik zwar zum Großteil korrekt entsorgt und in Müllverbrennungsanlagen verbrannt (wobei giftige Substanzen wie Formaldehyd und Phenole freigesetzt werden), andernorts landet der Kunststoff jedoch meist in den Ozeanen. Daher schwimmen in den Weltmeeren kilometergroße Plastikinseln und gefährden das Leben von Fischen, Meeresvögeln, Walen, Schildkröten und vielen mehr, die sich im Müll verfangen oder diesen fressen und aufgrund seiner Unverdaulichkeit daran sterben. Über Umwege landet das Plastik dann auch wieder in unseren Lebensmitteln. Lecker, nicht wahr?

Leider jedoch haben sich noch nicht alle heimischen Unternehmen dazu verpflichtet, zukünftig auf die kostenlosen Sackerl zu verzichten: allen voran der Möbelhandel und mit wenigen Ausnahmen auch der Textil- und Schuhhandel.

Aber all das ist nur ein Schritt: Denn beispielsweise die hauchdünnen Sackerl, die gratis für Obst und Gemüse ausgegeben werden, gibt es weiterhin. Und es ist ja nicht nötig, für jede Obst- oder Gemüsesorte ein eigenes Sackerl zu nehmen. Oder für Bananen, die ohnehin schon in ihrer eigenen, natürlichen Verpackung daher kommen. Am besten wäre es aber natürlich, wenn man einfach Sackerl wiederverwendet oder Stoffbeutel immer mit dabei hat.

Plastiksackerl
Thema: Bio & fair

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