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Der Traum vom Modeln

Wie schafft man es, auch jenseits der Size Zero Model zu werden? Wir verraten es und zeigen euch, was man für diesen Traumjob braucht.


Der Traum vom Modeln

Alessandra Ambrosio: Vorbild vieler Mädchen

© 2014 Getty Images/Carlos Alvarez

Viele junge Mädchen träumen davon: Model zu werden. Doch nur die wenigsten schaffen es, den Olymp der Topmodels zu erreichen. Knallhart ist das Business, in dem sich Größen wie Heidi Klum, Gisele Bündchen oder „Austrias next Topmodel“-Moderatorin Lena Gercke bewegen. Der Druck, so schön und so schlank wie möglich zu sein, ist enorm und führt oft auf krankhafte Abwege. Wie schafft man es, auch jenseits der Size Zero Model zu werden? Wir verraten es und zeigen euch, was man für diesen Traumjob braucht.

Zum Start der neuen Staffel von „Austrias next Topmodel“ strömten wieder tausende junger Frauen zum Casting. Das Leben eines Topmodels, das geprägt ist von Ruhm, Popularität und internationaler Anerkennung sowie von Shootings an exotischen Orten, tollen Kleidern und Events, reizt. Nicht zuletzt lockt auch das Geld, denn Topmodels wie Gisele Bündchen sind Topverdienerinnen. Wie schafft man es als junge Frau in die international erfolgreiche Modelriege? Es ist ein langer Weg dorthin, der Disziplin und Durchhaltevermögen verlangt. Der klassische Weg führt über eine Modelagentur. Nach einer schriftlichen Bewerbung folgen meist ein Casting sowie ein Testshooting, verläuft dies zufriedenstellend, übernimmt die Agentur die Vermarktung des Models. Seriöse Agenturen verlangen weder selbst zu bezahlende Test-Shootings noch Aufnahmegebühren und verfügen über weitreichende Kontakte in der Modewelt.

Was braucht man als Model?

Gutes Aussehen ist für eine erfolgreiche Modelkarriere zwar wichtig, aber nicht alles. Ausstrahlung vor der Kamera, Fotogenität, Wandelbarkeit und eine gewisse Unverwechselbarkeit sind ebenso wichtig. Posing, die verschiedenen Laufsteg-Stile sowie Fähigkeiten wie das Spiel mit der Kamera und sich auf dem Laufsteg wohl zu fühlen kann und sollte man trainieren. Wer international erfolgreich sein möchte, braucht außerdem sehr gute Englischkenntnisse, sollte höflich, pünktlich und zuverlässig sein. Es ist hilfreich, die eigenen Talente früh zu erkennen und zu fördern. Ein Topmodel muss nicht zwingend in allen Bereichen – Shootings, Laufsteg und Commercials – gut sein. Es gibt auch viele spezialisierte Models, die sehr erfolgreich sind. Woran die große Karriere aber meistens scheitert, ist das Quäntchen Glück. Viele, die es geschafft haben, waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hatten einen Look, der gerade gefragt war oder etwas ganz Besonderes hatte.

Ein knallhartes Business

Wer Model werden möchte, sollte sich keinen Illusionen hingeben: Das Business ist knallhart. Gerade im Laufsteg-Bereich sind sehr große und sehr schlanke Mädchen immer noch am gefragtesten. Um dies erfüllen zu können, leiden immer noch viele Models an Essstörungen. Kann ein Model, das diesen Körperwahn ablehnt, erfolgreich sein? Hat man jenseits Size Zero überhaupt eine Chance? Einige im Model-Business denken inzwischen um vor allem im Bereich Fotografie und Commercials. Immer gefragter werden Typen, zum Beispiel tätowierte und gepiercte Models sowie solche mit auffallenden körperlichen Merkmalen. Beispiele für erfolgreiche Karrieren mit derartigen Besonderheiten sind zum Beispiel Zombie-Boy, Diandra Forest, die an Albinismus leidet, und die 62-jährige Jacky O’Shaughnessy, die sich als junges Mädchen dem Schönheits- und Schlankheitswahn nicht beugen wollte und jetzt sogar als Dessous-Model durchstartet. Dass man auch als Plus-Size Model sehr erfolgreich sein kann, zeigt aktuell die neue Reality-Show „Curvy Girls“, die das ziemlich glamouröse Leben von fünf lateinamerikanischen Plus-Size Models begleitet. Trotzdem braucht man auch als „Curvy Girl“ eine gute Portion Glück für den internationalen Durchbruch.

Alternativen zum Topmodel-Traum

Wer sich dem harten Business nicht stellen möchte oder es nicht bis ganz nach oben schafft, muss den Traum vom Modeln trotzdem nicht aufgeben. An die großen Jobs kommt man als Model-Anfängerin ohnehin nur schwer heran. Models werden trotzdem vielfach gesucht. Und zwar von Hobbyfotografen und Blogs aus dem Modebereich, die immer wieder frische Gesichter brauchen, die sich gut und gerne vor der Kamera präsentieren. Diese suchen sehr oft nicht nach klassisch schönen und superschlanken Models, sondern nach Typen oder ganz normalen Menschen wie du und ich. So auch der Fashion-Blog Qoolart, der auf seiner Webseite insbesondere nach Models und Modelwilligen sucht, die nicht der „Norm“ entsprechen. In der Regel verdient man bei solchen Fotoshootings nichts. Es sind aber sehr gute Gelegenheiten, um erste Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, ob das Modeln einem überhaupt taugt. Denn vor einem Fremden vor der Kamera zu stehen, ist immer etwas ganz anderes als von Mama oder Freundin fotografiert zu werden.

Seriöse Fotografen und Blogger erkennt man daran, dass sie einen Time For Picture Vertrag mit dem Model abschließen. Dieser legt in der Regel fest, dass das Model eine bestimmte Anzahl der im Shooting erstellten Bilder als bearbeitete und hochauflösende Dateien erhält und frei verwenden darf. Der Blogger oder Fotograf darf alle Bilder ebenfalls frei verwenden und behält zudem die Bildrechte. Wichtig ist zudem, dass man sich wohlfühlt. Man sollte immer vorab absprechen, was für Fotografien erstellt werden, und niemals etwas tun, das man nicht möchte. Am besten nimmt man zum Shooting eine vertraute Person mit, die einem ein sicheres Gefühl gibt. Auch wenn solche „Modeljobs“ in der Regel weder Geld noch Popularität bringen, nimmt man dennoch zumindest Erfahrung und schöne Bilder mit nach Hause. Und wer weiß, vielleicht wird man durch solch ein Shooting sogar entdeckt.

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