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Plus Size Models: Unser Alltag ist hart!

Mal sind sie zu dünn, mal zu dick: Ihr Model-Alltag sei kein Honigschlecken, klagen Plus Size-Models. Wie die Kurven-Stars jetzt auf die Barrikaden klettern.

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Plus Size Models: Unser Alltag ist hart!

Elle Addition Dessous Show: Plus Size Models erobern den Laufsteg

© 2016 Getty Images

Jetzt mal ehrlich: Wem kann man es eigentlich recht machen? Da laufen endlich Frauen über den Laufsteg, mit Kurven, schön und weiblich. Aber sind wir zufrieden damit? Natürlich nicht. Dem einen sind sie zu dick, unästhetisch, wäh, will ja keiner sehen. Und die anderen? Finden sie zu dünn. DAS soll schon Plus Size sein? Wenn das eine Übergröße ist, dann habe ich ja Walfisch-Size....

"Wir stehen mit unseren Körpern sogar noch mehr in der Kritik als normale Models," urteilt die schöne Aglae Dreyer, die von Brüssel aus die internationalen Laufstege erobert. "Wenn wir von Designern für Kampagnen oder den Laufsteg gebucht werden, tun immer noch die meisten so, als wäre das eine Sensation. Dabei sollte es doch eigentlich auch normal sein, als fülligere Frau Mode zu präsentieren."

#ModelsWithCurves: Kampagne für kurvige Models

Dreyer ist Teil der vom Größen-Shop Navabi initiierten Kampagne #ModelsWithCurves , die mit Vorurteilen und Klischees in Sachen Plus Size-Models aufräumen will. Ein Gerücht sei zum Beispiel, dass kurvige Models den ganzen Tag essen könnten und nicht auf ihr Gewicht achten müssen, so Laura Catterall, einer der Stars der Szene. "Ein völliger Schwachsinn. Wir dürfen auch nicht völlig aus der Form laufen, wir ernähren uns gesund und machen Sport, damit alles fest und in Form bleibt. Plus Size bedeutet nicht, dass wir nicht auf uns achten." Sie sei fitter als viele ihrer Freunde, die weniger auf die Waage bringen.

Dazu komme, so Monique Bentley, dass sie von der Mode-Industrie immer noch als "Freaks" wahrgenommen würden. "Wir taugen für Kataloge, für Modeschauen, bei denen Übergrößen gezeigt werden. Aber High Fashion? Kann man vergessen. Das trauen uns Designer nicht zu. Wenn eine von uns gebucht wird, dann erzeugt das immer noch eine riesige Welle." Dabei sei es doch so, dass die Modeschöpfer einfach nur Angst hätten. "An dürren Models fallen ihre Kleider runter, es ist keine große Kunst, sie gut aussehen zu lassen. Aber welcher Designer hat die Fähigkeit, was Tolles für eine Frau mit Kurven zu schneidern?"

Der Term Plus-Size sorge immer direkt für eine Kategorisierung, in die die meisten der Mädels auch gar nicht reinpassen. „Ich würde mir einfach wünschen, dass jedes Model einfach nur als Model bezeichnet wird,“ ergänzt Alva McKenzie, die schon als Next Big Thing in den britischen Medien gehandelt wird.

Thema: Plus-Size

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