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Reich & schön – und wir mittendrin!

Beim Polo trifft sich die Haute Volée: Da wollen wir auch hin! Während Herzogin Catherine ihren William am Wochenende beim Turnier in Südengland anfeuerte, beklatschten wir die Reiter im niederösterreichischen Marchfeld.

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Reich & schön – und wir mittendrin!
© Aston Martin

Fächer: Check! Hut: Check! Mehr braucht’s eigentlich nicht und schon ist man ready für einen Tag beim Poloturnier. Okay, würde vielleicht auch nicht schaden, zu wissen, worum’s bei dem Sport eigentlich genau geht … Wikipedia hilft weiter: Mannschaftssport, vier Spieler pro Team (oder wie’s uns später vor Ort jemand erklärt hat: „Ist wie Fußball nur mit Pferd“) . Ziel: den Ball mit dem Holzschläger ins gegnerische Tor schießen. Nette Zusatzinfo: Genesis-Gitarrist Mike Rutherford spielt Polo auf Turnierniveau. Gut, um beim Smalltalk ein bisschen mit Insiderwissen zu punkten!

Jede Menge PS!

So und jetzt aber auf zum Schloss Niederweiden in Niederösterreich! Jedes Jahr veranstaltet Sportwagenhersteller Aston Martin dort nämlich ein großes Polo-Event. An diesem Tag tummeln sich dann Unternehmer, Ärzte, Anwälte und Künstler ums Spielfeld. Es wird Champagner geschlürft, über Aktien und Anlagen geplaudert (oder zumindest so etwas in der Art, wir schnappen nur Wortfetzen mit Fremdwörtern auf, die uns nicht wirklich was sagen …) und applaudiert, wenn einer der Spieler ein Tor macht. Wir klatschen mit und kollabieren fast in der Hitze. Es hat gefühlte 85 Grad im Schatten. Fächert man, ist’s kurz erträglich. Die Bewegung aber strengt auf Dauer an. Fächert man nicht, kriegt man kaum Luft. Uff, eine ziemliche Strapaze, wenn man eine noble Lady sein will. Und während wir uns am liebsten alle Kleider vom Leib reißen würden, lächelt der Rest der Damen entspannt, als würde ihnen das alles gar nichts ausmachen. Noch schlimmer: Sie tragen mit Leichtigkeit riesige Hüte mit extravaganten Accessoires. Und für uns ist’s sogar eine Qual, das Wasserglas vom Tisch zum Mund zu bewegen … Wie sich die Sportler bei den Temperaturen überhaupt am Pferd halten können!?

Beim Polo erwünscht: Hut oder Fascinator. Auch Privatiersgattin Petra Niedermeyer war dabei (Mitte)
Für alle, die drauf vergessen hatten oder einen neuen wollten, gab's sogar vor Ort welche zu kaufen. Hutmacher Klaus Mühlbauer hat beraten.

Sechs Stunden und fünf Buffet-Gänge (Ja, wir haben unter größter Anstrengung Antipasti, Beef Tatare, Spargelravioli, Panna Cotta und Schokokuchen verschlugen!) später, ist schließlich das Finalspiel.

Sieht lecker aus! Und hat auch so geschmeckt.

Vom Polo-Fieber gepackt, stehen wir am Spielfeldrand und feuern die Teams (immer das, das gerade in Führung liegt) an. Von wegen “Fußball nur mit Pferden”: Anfeuern bedeutet beim Polo nobles Klatschen. Kraftausdrücke und ausgelassene Jubelrufe sind tabu! Aber hey William, falls du mal ein paar Cheerleader brauchst - wir wären jetzt bereit!