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Fastfood macht wütend

Chips, Fast Food und Co. machen nicht nur dick, sondern auch aggressiv. Das belegt eine aktuelle US-amerikanische Studie. Schuld daran seien die sogenannten Trans-Fettsäuren. Sie lösen den Forschern zufolge Ungeduld und Wut aus.

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Pommes, Burger & Co. - Fastfood macht wütend
© Thinkstock/Digital Vision

Trans-Fettsäuren sind Fettsäuren mit transkonfigurierten Kohlenstoff-Doppelbindungen, die der Körper nicht verarbeiten kann. Sie kommen vor allem in Fertiggerichten vor, ebenso wie in Backwaren, Fast Food, Margarine und allem, was frittiert wird. Dass die äußerst ungesunden Fette den Cholesterinspiegel erhöhen und koronare Herzkrankheiten verursachen können, ist keine Neuigkeit. Die Erkenntnis, dass sie auch die Gemütslage beeinflussen, hingegen schon.

Kein Fast Food in Gefängnissen
Die Mediziner der University of California in San Diego befragten 1.000 Versuchspersonen danach, wie sie sich ernähren und wie sie Konflikte lösen würden. "Wenn eine Person zu viele Trans-Fettsäuren zu sich nimmt, steigt eindeutig die Neigung zur Aggressivität", erläutert Studienleiterin Beatrice Golomb. In diesem Sinne empfiehlt sie, den Verzehr von Trans-Fettsäuren in Einrichtungen wie Schulen und Gefängnissen zu reduzieren.

Wir meinen, es wäre interessant gewesen, die soziodemographischen Aspekt der Bildung in die Studie miteinzubeziehen. Es ist mehrfasch belegt, dass sich weniger gebildete Menschen weniger gesund ernähren. Gleichzeitig könnte der Bildungsstand Grund für ein weniger gepflegtes Argumentationsverhalten sein.

Weiterführender Link
Studie "Trans Fat Consumption and Aggression"