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Diese Mama zeigt, wie ein Postpartum-Bauch wirklich aussieht

Nicht einmal Supermodels haben alle nach der Geburt sofort einen flachen Bauch, trotzdem haben wir dieses Schönheitsideal immer im Hinterkopf. Insta-Mama Meg Boggs kämpft mit ihren ehrlichen Bildern gegen Klischees!

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Diese Mama zeigt, wie ein Postpartum-Bauch wirklich aussieht
© instargam.com/meg.boggs

Kate Middletons Sohn wurde am 23. April geboren, sieben Stunden später stand sie schon mit dem Baby im Arm vor den Kameras. Geschminkt, aufrecht und auf Heels. Meghan Markle ist schon seit einigen Monaten schwanger, doch das kleine Bäuchlein ist immer noch kaum zu sehen. Und dann gibt es noch noch einige Insta-Fitness-Girls, die im neunten Monat einen Babybauch zur Schau tragen, in den eher ein Foodbaby als ein ausgewachsener Säugling passen würde. Das ist so die Spitze des Eisbergs, wenn es um extreme Mütter-Vorbilder geht.

Es sind die Bilder, die uns unterbewusst im Sinn bleiben und auf die wir dann im schlimmsten Falle zurückgreifen, wenn wir selbst schwanger werden. Im schlimmsten Falle deshalb, weil viele Mütter nach der Geburt weder einen flachen Bauch haben, noch viel Kraft aufbringen könnten, schon sieben Stunden danach flott zu posen. Und viele Frauen schaffen es auch nicht, in den Monaten nach der Schwangerschaft zu ihrem "alten" Körper zurückzukehren. Sport und Ernährung hin oder her.

Postpartum-Body ist ein guter Body!

Und das ist auch die Message der Bloggerin Meghan Boggs. Sie hat den Hashtag #this_is_postpartum in die Welt gerufen, unter dem sie selbst Fotos von ihrem Post-Babybauch teilt. Angefangen hat sie damit, weil sie sich mit ehrlichen Bildern gegen die Star-Klischees und Schönheitsideale wehren wollte. Schon kurz darauf merkte sie, dass sie nicht die einzige Mama ist, die nach der Geburt sofort wieder super schlank und super fit ist. Plus-Size-Mütter, die sich aber nicht getraut haben, die Wahrheit zu sagen. Das erste Foto postete Boggs im Januar, 12 Wochen nach ihrer Geburt.

Da sprach sie von ihren Versuchen, vor der Schwangerschaft abzunehmen, um so gesund wie möglich ins Kinderkriegen zu gehen. Trotz Sport, den sie bis zur 36 Schwangerschaftswoche betrieben hatte, und gesunder Ernährung, nahm sie 22 Kilo zu. Zuerst schämte sich Boggs für ihren "schwabbeligen" Körper, wie sie schreibt, aber dann merkte sie, dass es keinen Sinn hat, sich für ewig zu verstecken. Denn ihre Tochter würde irgendwann mal zu ihr Aufsehen und da wolle sie dann stark und selbstbewusst sein.

Die #this_is_postpartum-Bewegung

Seit sie den Hashtag in die Welt gesetzt hat, bekommt Boggs aber nicht nur positive Rückmeldungen von Frauen, die dasselbe durchmachen, sondern auch Kritik. In einem ihrer aktuellen Postings spricht sie die negativen Nachrichten an. Ihr Postpartum-Körper sei nur fett und ihre eigene Schuld, schreiben Kritiker. Ihre Antwort darauf ist kurz und knapp: Die Meinung der anderen zählt einfach nicht. Wenn es um dein Leben geht, ist die Meinung der anderen nicht relevant. Denn Fremde können nie in dich hineinblicken und wissen, wie es dir wirklich geht und was dein Leben ausmacht.

Inzwischen sind viele andere Mütter auf den #this_is_postpartum-Zug aufgestiegen und posten fleißig Bilder von ihren Mama-Körpern auf Instagram. Darunter sind Mütter, die innerhalb von fünf Jahren sechs Babies geboren haben und deshalb noch lang nach der letzten Geburt ein kleines Bäuchlein haben, Mütter, die viel Gewicht zugenommen haben und noch immer mit ihrem neuen Körper hadern und Mütter, die sich mehr denn je selbst lieben.

Wie lerne ich meinen Körper zu lieben?

Laut Boggs beginnt man dann seinen Körper zu lieben, wenn man akzeptiert, dass er sich nimmt, was er braucht. Wenn man also während der Schwangerschaft zunimmt, obwohl man ja so sehr auf alles geachtet hat, dann hat sich der Körper genommen, was er brauchte, um ein gesundes Kind hervorzubringen. Außerdem zählt nur das, was man selbst von sich denkt und nicht die Meinung der anderen. Tut man nach eigenem Ermessen alles dafür, ein gesundes Leben zu leben, dann sollte man nicht mit sich hadern, wenn man einige Kilo "zu viel" hat. Auch verweist Boggs auf die Stärke der Bewegung: "Ich bin hier für euch, die Community ist hier für euch. Teilt eure Geschichten, denn es gibt keinen normalen Postpartum-Bauch, sondern nur den eigenen Körper."

Themen: Eltern, Kinder

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