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Wie viel Potential hat dein Kleiderschrank?

Ich habe NICHTS zum Anziehen!!! Kommt euch dieser Verzweiflungsruf auch bekannt vor? Sechs Tipps, mit denen du das Potential deines Kleiderschranks erkennst.

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Wie viel Potential hat dein Kleiderschrank?

Zeit für eine Inventur

© Instagram

Du stehst vor deinem Schrank und bist verzweifelt. Nichts, aber auch wirklich nichts zum Anziehen! Obwohl sich die Stangen biegen und die Schubladen überquellen. Also greifst du zum Einheits-Look, den du deiner Meinung nach sowieso jeden Tag trägst...

Wann hast du das letzte Mal Inventur in deinem Kleiderschrank gemacht? Ausgewählt, welche Klamotten du auf jeden Fall noch tragen wirst? Was du nie wieder anziehst? Was man wie neu kombinieren könnte? Wenn du jetzt ins Grübeln kommst, dann ist es richtig lange her.

Ohne Überblick über deine Garderobe fallen dir etliche Kleidungsstücke gar nicht mehr ein, wenn du dabei bist, ein Outfit zusammenzustellen. Genau das – nämlich ein genaues Kennen deiner Basics und Highlights – braucht es aber, um aus deinem Look das beste herauszuholen.

Weshalb wir jetzt zur Kleiderschrank-Inventur rufen! Mit unseren Tipps gewinnst du eine optimale Übersicht über deine Garderobe und erkennst, wie viel Potential in deinem Kasten tatsächlich schlummert.

VORBEREITUNG AUF DIE KLEIDERSCHRANK-INVENTUR:

  • Wenn du aufräumst, brauchst du genug Fläche, um die T-Shirts zu sortieren, die Kleider aufzuhängen, die Röcke auszubreiten. Schaff' dir Ablagefläche in Form eines Bettes, von Stühlen, einer rollbaren Kleiderstange oder eines Bügelbretts.
  • Überleg' dir vorher, wie du den Inhalt deines Schranks erfassen und bewerten willst. Du kannst von jedem Kleidungsstück und den damit umsetzbaren Outfits ein Foto machen und deine Teile in einer Ordner-Struktur auf deinem Computer verwalten. Dann brauchst du ein Smartphone oder eine Digi-Cam. Wenn du Foto-Software verwendest, dann kannst du die Bilder sogar mit Sternen bewerten.
  • Leg' die Putz-Utensilien bereit, damit du die ausgeräumten Fächer gleich säubern kannst. Und: Erneuere gleich auch den Mottenschutz.
  • Besorge vorab die notwendigen Hilfsmittel wie Wäscheboxen oder Kleiderbügel. Sonst gerät dein Ordnungssystem erst wieder aus der Ordnung.
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ALLES MUSS RAUS! Zunächst musst du wirklich den gesamten Kleiderschrank ausräumen. Wenn du nicht so viel Zeit hast, dann gehe in Etappen vor. Nimm' dir beim ersten Termin nur die T-Shirts vor, beim nächsten deine Kleider....

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SO SORTIERST DU AM BESTEN: Am besten bewährt es sich, wenn du nach saisonalen Gesichtspunkten sortierst. Gruppiere also erstmals alle Hosen, Kleider, T-Shirts, Blusen, Westen, Tops, Pullover... Unterteile dann jede Kategorie nach eindeutiger Sommer- und Winterkleidung sowie nach jenen Teilen, die in der Übergangszeit oder eben ganzjährig getragen werden können. Sinnvoll ist es jetzt noch, wenn du die saisonalen Stapel nach Farben sortierst und zwischen Unifarben und Gemustert unterscheidest. Abendkleidung oder ganz besondere Teile, die nicht für den Alltag gedacht sind, sollten auf einen eigenen Stapel.

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JETZT GEHT ES ANS PROBIEREN. Ja, es braucht Zeit. Aber die Investition lohnt sich. Probiere nun jedes Kleidungsstück an und beurteile es nach folgenden Kriterien:

  • Passt das Kleidungsstück perfekt?
  • Ist der Schnitt für deine Proportionen optimal?
  • Steht dir die Farbe?
  • Entspricht der Stil nach wie vor deiner Persönlichkeit und deinem eigentlichen Look?
  • Gefällt dir der Stoff und fühlt er sich gut an?
  • Ist es modern oder ein Klassiker?
  • Gefällt dir das Teil so gut, dass du es öfter anziehen wirst?

Vergib Punkte. Stimmen alle Kriterien, dann gibt es 5 Punkte. Bist du weniger zufrieden, dann eben weniger. Kleider mit ein oder zwei Punkten sollten nicht mehr in den Kleiderschrank wandern. Gibt es drei Punkte, dann zählt folgendes: Brauche ich das Kleidungsstück wirklich - oder besitze ich ein anderes Teil, das es lückenlos ersetzen kann? Wenn ja: Weg damit! Oder: Muss ich das Teil bald mal gegen ein anderes, passenderes ersetzen? Dann solltest du eine Shoppingliste führen und das Kleidungsstück entfernen, sobald du Ersatz gefunden hast.

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JETZT WIRD KOMBINIERT. Jene Teile, die den Punktetest überstanden haben, sind ein wertvoller Teil deiner Garderobe. Du kannst ihren Wert aber noch weiter steigern. Wenn sich diese Stücke nämlich mit andern Teilen zu tollen Outfits kombinieren lassen! Stelle jetzt mindestens 5 solcher tollen Outfits mit dem entsprechenden Kleidungsstück zusammen! Am besten wäre es, wenn du diese Looks per Handy-Foto dokumentierst. Dese Bilder dann in die Innenseite deines Kleiderschranks hängen oder gleich eine Pinnwand erstellen – so kannst du sie nicht einfach vergessen und dich immer wieder inspirieren lassen. Übrigens: manchmal fehlt nur ein kleines Verbindungsstück, um ein Outfit perfekt zu machen. Eine Gürtel, eine Kette, ein Schuh – Accessoires komplettieren einen Look. Fehlt dir auf, das etwas fehlt, dann notiere es sofort auf deiner Shoppingsliste.

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HALTE KATEGORIEN UND FARBEN FEST. Wenn du nun alles Unnötige entfernt hast und nur mehr jene Kleidung in Stapeln und nach Farben geordnet vor dir liegt, die du wirklich brauchst, wirst du erkennen, dass du in manchen Kategorien mehrere Exemplare besitzt (etwa zehn weiße T-Shirts und fünf dunkelblaue Jeans). Natürlich hat jedes Teil seine Besonderheit, einen runden Kragen oder einen V-Ausschnitt. Trotzdem stellt sich die Frage, ob man so viele ähnliche Teile wirklich benötigt. Deshalb: Kauf-Stopp in dieser Kategorie. Konzentriere dich nun verstärkt auf Teile, die in deiner Garderobe noch fehlen.

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NUN WIEDER AB IN DEN SCHRANK. Bei der Aufbewahrung haben wir alle unsere besonderen Vorlieben. Hängst du Jeans lieber über den Bügel oder stapelst du sie liegend? Welche Tops hängst du, welche lassen sich falten? Vorteilhaft ist es, sich an ein bestimmtes System zu halten. Putze den Kleiderschrank also erst gründlich durch, dann verstaue deine Kleidung. Der Vorteil deiner Kleiderschrank-Inventur: Du hast nun eine Bestandsliste, die dir genau listet, in welchen Bereichen deine Garderobe schon sehr gut aufgestellt ist. Du hast Lücken im Kleiderschrank identifiziert und das Potential deiner Kleidungsstücke erkannt.

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