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Stress in der Schwangerschaft führt zu Potenzproblemen bei Söhnen

Stressreiche Ereignisse in der frühen Schwangerschaft haben laut einer Studie gravierende Auswirkungen auf die spätere Potenz und die Spermienzahl der Söhne.

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Stress in der Schwangerschaft führt zu Potenzproblemen bei Söhnen

Stress in der Schwangerschaft kann zu Störungen der reproduktiven Fähigkeiten der Söhne führen

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Stress macht uns krank, so viel steht fest. Wie jüngere Forschungsergebnisse zeigen, wirkt sich Stress nicht nur auf unseren Darm oder unser Aussehen aus, sondern auch auf ungeborene Kinder. Wie eine Studie zeigt, die kürzlich im Fachmagazin Human Reproduction veröffentlicht wurde, sind besonders die männlichen Nachkommen vom Zustand ihrer Mutter während der Schwangerschaft betroffen. Wie die Ergebnisse einer Untersuchung von über 2.800 Frauen zeigen, wirkt sich Stress in der frühen Schwangerschaft auf die Potenz der Söhne aus. Zum einen auf die Zahl der Spermien und auf die Agilität eben dieser. Zum anderen wiesen die jungen Männer, deren Mütter im Zeitraum von 1989 bis 1991 untersucht wurden und unter Stress standen, eine geringere Konzentration an Testosteron auf.

Was verstanden die Forschenden unter Stress?

Die Frauen gaben Auskunft über Ereignisse während der Schwangerschaft. Unter stressreichen Vorkommnissen verstanden die WissenschaftlerInnen den Tod von Verwandten oder Bekannten, Trennung und Eheprobleme sowie Probleme mit Kindern. Die Forschenden legen allerdings nahe, dass stressige Ereignisse nur in der frühen Phase der Schwangerschaft der Mutter Auswirkungen auf ihre Kinder haben können. Zudem hätten der Lebensstil der Männer ebenfalls Einfluss auf die Potenz.