Ressort
Du befindest dich hier:

Ihm schüttet Prinz Harry sein Herz aus!

Normalerweise holt er für sein legendäres Carpool Karaoke die Gäste im Range Rover ab. Diesmal fuhr der britische Comedian im Doppeldecker-Bus vor, um (ja, tatsächlich! Trommelwirbel!) Prinz Harry an einer Straßenecke in L.A aufzulesen. Der Enkel der Queen zeigt sich darin so offen wie nie und spricht über mentale Probleme, Archies erstes Wort und Zoom-Calls mit der Queen.

von

Ihm schüttet Prinz Harry sein Herz aus!
© Screenshot/ The Late Late Show with James Corden

Ein wenig Enttäuschung schwingt bei der Begrüßung zwischen James Cordon und Prinz Harry mit. Harry wäre wohl lieber mit dem Range Rover durch L.A. gecruist, statt auf der oberen Etage des Sightseeing-Busses Platz zu nehmen. Er sei noch nie mit so einem Gefährt gefahren, auch nicht durch London. Man mache ja in der Heimatstadt selten Sightseeing, aber ja, eigentlich eine super lustige Idee. Beim Servieren eines noblen britischen Frühstücks in edlem Porzellan, kommen bei dem Prinzen, im lässigen Jeans- und T-Shirt-Outfit, heimatliche Gefühle auf, obwohl: "Eigentlich trinken wir ja erst um 16 oder 17 Uhr Tee."

Die Freude ist ohnehin nur kurz, denn das Porzellan zerbricht leider nach einer scharfen Kurve und der Tee schwappt auf Harrys Hose. Der Stimmung tut das keinen Abbruch, denn James überredet Harry zu einem Besuch in der Traumvilla, die als Kulisse für den Erfolgsfilm: "Der Prinz aus Bel Air" mit Will Smith, diente. James Vorschlag, Harry und Meghan müssten da einziehen, denn das sei doch das einzig wahrhaftig passende Domizil, wird von Harry mit wenig Begeisterung angenommen.
Aber immerhin lässt er sich zu einem Toilettenbesuch überreden ... James verbindet sich inzwischen, via Video-Telefonie, mit Meghan und versucht sie für einen Umzug nach Bel Air zu begeistern. Sie lacht und verspricht darüber nachzudenken.

So waren die ersten Dates mit Meghan

Bei der Fortsetzung der Bus-Fahrt nimmt auch das Gespräch zwischen den beiden Fahrt auf. Harry erzählt, dass er schon beim zweiten Date mit Meghan gedacht habe, dass das etwas Besonders sei. Wie die beiden sich denn die Zeit miteinander vertrieben hätten, will der Comedian wissen. "Was wir gemacht haben, war gar nicht wichtig, vielmehr wie wir miteinander umgegangen sind. Wir haben uns so wohl gefühlt. Ich weiß, mich zu daten – im Grunde jedes Mitglied der Königsfamilie zu daten – ist für einen Normalo sicher total eigenartig", antwortet der Prinz. Was für andere selbstverständlich sei – ins Kino gehen oder Restaurantbesuche – war nicht möglich. Also schaute man zusammen fern, aß zu Hause oder traf enge Freunde. Dadurch habe es keine Ablenkung gegeben: "Wir sind von null auf 60 gekommen, in den ersten zwei Monaten."

Was Harry über "The Crown" sagt …

Voller Vaterstolz zeigt sich der Duke of Sussex, wenn es um Söhnchen Archie geht: "Mein Sohn ist jetzt über eineinhalb Jahre alt. Er ist aufgeregt, hat die erstaunlichste Persönlichkeit. Er kann bereits ein paar Wörter und singt Lieder. Sein erstes Wort war 'Krokodil'." An einem normalen Tag bade er Archie und lese ihm vor, erzählt Harry. Wenn der Kleine zwischendurch schläft, schaue er Fernsehen oder Netflix. Passende Stichwörter für James Cordon: Was hält der Queen-Enkel denn von "The Crown"?, will er wissen. Harrys Antwort: "Naja, man muss bedenken, dass die Serie nicht die Wahrheit zeigt, sondern Fiction ist." Wahrheit sei jedenfalls, dass er mit Oma und Opa regelmäßig Kontakt hält, via Zoom. Die beiden sind da recht taff. "Meine Großeltern wissen, wie man Zoom benutzt. Wir haben ein paar Mal per Video gechattet, sie haben Archie herumlaufen sehen. Aber anstatt auf 'Meeting verlassen' zu drücken, geht mein Großvater einfach." Und dann verrät er noch ein witziges Detail. Queen Elisabeth, 94, schenkte ihrem Urenkel Archie zu Weihnachten tatsächlich ein Waffeleisen. Britischer Humor at it's best. "Archie wacht morgens auf und sagt 'Waffel'", amüsiert sich sein Papa.

"Es zerstörte meine geistige Gesundheit"

Zuletzt wird noch der vielzitierte Megxit thematisiert. Seit Januar 2020 gibt es ja viel Wirbel um die Entscheidung von Harry und Meghan, weil sie das Leben in England und die royalen Pflichten hinter sich gelassen haben. Harry stellt klar: "Es war eher ein Schritt zurück als ein kompletter Rücktritt. Es war ein sehr schwieriges Umfeld. Wir alle wissen, wie die britische Presse sein kann, und es zerstörte meine geistige Gesundheit." Also habe er getan, "was jeder Ehemann und Vater tun würde" – und zum Schutz seiner Frau und seines Sohnes die Notbremse gezogen. Fest steht für ihn aber auch, sich nie aus seinen Verpflichtungen weggestohlen zu haben, das würde er auch niemals tun: "Ich werde immer meinen Beitrag leisten. Mein Leben ist ein öffentlicher Dienst. Wo immer ich auf der Welt bin, wird es dasselbe sein."

Vor dem Abschied: James Cordon wäre nicht James Cordon, würde er Harry nicht zu einer abschließenden Challenge auffordern. Ausgerechnet in einem militärischen Fitness-Parcour will er mit Harry seien Kräfte messen. Klar, wer dabei eine bessere Figur macht ...

Das gesamte Video siehst du hier: