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Prinzessin Madeleine: Ihr Imagewandel

Drei Jahre nach einer Schlagzeilen machenden Trennung von einem Nobel-Anwalt heiratet Madeleine von Schweden am 8. Juni den US-Finanzmanager Christopher O'Neill. Neue Heimat, neuer Look, neue Liebe - das jüngste Kind von König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia hat damit einen totalen Imagewandel vollendet.

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Prinzessin Madeleine: Ihr Imagewandel

Neue Heimat, neuer Look, neue Liebe.

© 2013 Getty Images

Es hat wie ein Beweis gewirkt, dass auch Prinzessinnen nicht im Märchen leben: Madeleine, jung, schön, erfolgreich und beliebt, war von August 2009 bis April 2010 mit einem gut aussehenden Stockholmer Advokaten verlobt. Ihre ältere und viel populärere Schwester, die schwedische Kronprinzessin Victoria, stand kurz vor der Traumhochzeit. Dann brach für Madeleine alles zusammen. Medien verbreiteten die Nachricht, ihr Verlobter habe sie im Skiurlaub betrogen. Auch sonst soll es in der Beziehung schwer gekriselt haben. Als der Palast kurz darauf die Trennung des Paares bekanntgab, saß die damals 27-Jährige auf der Flucht vor dem Medienansturm schon im Flieger nach New York.

Aus der blonden Partyprinzessin ist mittlerweile eine erwachsener wirkende junge Frau geworden. Mit inzwischen brünetter Frisur ist sie auch äußerlich kaum wiederzuerkennen. Sprach sie in Interviews einst frei drauf los - etwa nach der Verlobung 2009, als sie begeistert ihren Ring in die Kameras hielt und vom Heiratsantrag auf Capri berichtete - ist sie im Umgang mit Medien nun auf Vorsicht gepolt und strategisch durchorganisiert. Zur Verlobung mit O'Neill gab der Hof nur ein eigenes "Interview" per Video heraus.

Königin Silvia, König Carl XVI. Gustaf, Prinzessin Madeleine und Christopher O'Neill (v.l.n.r.).

Während in der Heimat ein Skandal um ihren Vater König Carl Gustaf tobte, der sich angeblich bei "Herrenabenden" in Nachtclubs vergnügte, hielt Madeleine in New York zu allem Distanz. Nachdem die am 10. Juni 1982 geborene Prinzessin lange nach dem richtigen "Beruf" gesucht hatte, Kunstgeschichte und Ethnologie studierte sowie Kurse in Jus und Design belegte, arbeitet sie nun für die World Childhood Foundation in New York. Die Kinderhilfsorganisation ist eine Initiative ihrer aus Deutschland stammenden Mutter Königin Silvia.

In New York hat sie offenbar für sich neue Perspektiven und auch den "Mann fürs Leben" gefunden. Am Anfang seien sie und Chris nur Freunde gewesen, heißt es. Über O'Neill ist relativ wenig bekannt. Der Finanzmann gilt als vermögend. Als Hobbys gibt der Hof Skifahren, Golf, Tennis und den Fußballclub FC Chelsea aus seinem Geburtsort London an. Auf Fotos ist er mitunter in lockerer Pose mit Dreitagebart zu sehen.

Fotos auf ihrer Facebook-Seite zeigen Madeleine meist bei der Arbeit. Das Privateste ist ein artiges Lob für den Bräutigam: "Chris unterstützt mich immer so sehr." In Aussehen und Auftreten scheint sie ihrer als bodenständig geltenden und ungeheuer beliebten Schwester Victoria immer ähnlicher. Auf Paparazzi-Fotos und aggressive Medien reagiert sie professionell, aber sehr empfindlich.

An ihrer Hochzeit allerdings können die Menschen dank Kutschenfahrt und TV-Übertragung doch teilnehmen. Danach will das Paar vorerst weiter in New York leben, weit weg vom royalen Rummel in Skandinavien. O'Neill bekommt keinen Prinzentitel und will weiter seinen Finanzgeschäften nachgehen.