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Problem: Schwangerschaftsübelkeit

Nicht nur Herzogin Kate, sondern vielen Frauen ist während und vor allem in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft ziemlich schlecht. Kann man dagegen etwas tun?

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Problem: Schwangerschaftsübelkeit
© Photo by monkeybusinessimages/Thinkstock/iStock

Vorweg sei gesagt: Übelkeit während der Schwangerschaft - vor allem in den ersten Wochen - ist in einem gewissen Ausmaß völlig normal und weder für die werdende Mutter noch für das ungeborene Baby gefährlich. Immerhin leidet mehr als die Hälfte aller schwangeren Frauen an den "Schwangerschafts-Klassikern" die da wären, starke Übelkeit und Erbrechen. Am häufigsten treten diese Symptome am frühen Morgen auf, in manchen Fällen hält die Übelkeit auch den ganzen Tag an.

Die Gründe für die Schwangerschaftsübelkeit sind allerdings noch nicht geklärt und die Meinungen der Experten gehen hier oftmals auch auseinander. Ziemlich wahrscheinlich ist es jedoch, dass es sich bei den Auslösern um eine Kombination aus physischen und psychischen (Angst vor der Mutterrolle, vor der Zukunft, Alltagsstress, Sorgen wegen der Geburt und der Gesundheit des Babys etc.) Problemen handelt. Zuerst wird im Körper - wenige Tage nach der Empfängnis - die Produktion des Schwangerschaftshormons HCG angekurbelt, das weitere Hormone wie das Östrogen und Progesteron zum Sprießen bringt. Durch diese deutlich erhöhte Konzentration an weiblichen Hormonen im Körper, kann es zu anhaltendem Unwohlsein und einem flauen Magen kommen. (Bemerkbar macht sich dies etwa ab der 6. Schwangerschaftswoche.) Und die zweite Phase, in der nochmals die Übelkeit ein ziemliches Problem darstellt, ist gegen Ende des ersten Trimesters (also in der 11-13. Woche) da hier nochmals ein massiver Hormonanstieg stattfindet. Die Folge: Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, flauer Magen, Blähbauch und leichtes Ziehen im Bauch.

Was kann man tun?
- Kandierten Ingwer kauen oder Kapseln mit getrocknetem Ingwerpulver bzw. 4 EL Ingwersirup über den Tag verteilt einnehmen.
- Ungesalzene Nüsse, getrocknete Früchte wie Rosinen oder Pflaumen essen.
- Nach dem Essen nicht hinlegen, sondern sitzende Tätigkeiten machen oder Spazieren gehen.
- Ausreichende Ruhe- und Erholungsphasen einhalten.
- Viele kleine kohlenhydratreiche und am besten auch relativ fettarme Mahlzeiten essen. (Alle 2-3 Stunden: auch wenn man vielleicht gar keinen Hunger hat.)
- Trockene Kekse, Knäckebrot oder Zwieback knabbern.
- Nicht zu fettige, üppige Speisen konsumieren.
- Den Kreislauf ankurbeln indem man sich bewegt. (Besonders gut ist es, wenn man an der frischen Luft ein paar Schritte geht.)
- Koffein und Kohlensäure meiden.
- Nicht hungrig ins Bett gehen. (Mit leerem Magen kann einem häufiger schlecht werden. Daher auch viele kleine Speisen über den Tag verteilt essen.)
- Viel Wasser oder den Magen schonende Kräutertees trinken. (Keine aromatisierten Tees!)
- Auf zu süße oder schwere Parfums verzichten.
- Ein paar geschälte Mandel oder trockene Haferflocken kauen.