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Das sind die 7 größten Probleme in der Ehe

Wir wollen uns lieben und ehren, bis dass die Ehe uns scheidet. User verraten die 7 größten Probleme, die das Liebesglück frisch Vermählter zum Scheitern bringen.

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Das sind die 7 größten Probleme in der Ehe
© iStockphoto

Die Hochzeit, dieses Zugeständnis, das Leben miteinander verbringen zu wollen: Natürlich ist das einer der schönsten Momente, die man erleben kann. Da ist das Liebesglück perfekt, nichts, so meint man, kann es trüben.

Und trotzdem scheitert jede zweite Ehe in Österreich, ist es wahrscheinlicher, dass man nicht an der Seite des Menschen altert, dem man im besten Glauben das "JA"-Wort gegeben hat.

Klingt das defätistisch? Nach Aufgabe? Ist es besser, nicht an das Glück zu glauben und das Experiment Ehe erst gar nicht einzugehen?

Natürlich nein.

Stattdessen sollte man realistisch sein und sich auf die Herausforderungen einstellen, die eine Ehe nun mal mit sich bringt.

Auf dem Online-Portal Reddit veröffentlichten User, was die größten Hürden für ihre Ehe waren. Und welche dieser Diskussionen dazu beitrugen, die Beziehung zu stärken.

User sagen: Das waren die größten Herausforderungen in meiner Ehe

Einer der Reddit-User gibt an: "Für mich war es am schwierigsten zu akzeptieren, dass sich in einer Ehe nicht alles nur um mich drehen kann. Ich habe, seit ich 17 Jahre alt war, alleine gelebt. Dabei habe ich vermutlich narzisstische Tendenzen entwickelt...". Und weiter: "Jetzt, wo ich verheiratet bin, weiß ich, dass es nicht darum geht, nur Dinge zu tun, aus denen ich persönlich einen Gewinn ziehe. Sondern auch darum, meine Frau glücklich und zufrieden zu machen."

Ein anderer berichtet, wie groß die Umstellung war, nachdem seine Frau einzog. "Sie hat alles umgestellt, sogar die Zahnbürsten waren plötzlich an einem neuen Platz. Ich hatte kurz das Gefühl, dass sie mein Leben übernimmt. Es hat lange gedauert, bis ich akzeptieren konnte, dass es nicht mehr um MEIN, sondern um UNSER gemeinsames Zuhause geht."

"Es fällt mir nach wie vor schwer, meinen Ärger und meine Enttäuschung über diverse andere Aspekte meines Lebens nicht an meinem Mann auszulassen," schreibt eine Userin. In einem sind sich alle einig: "Eine Ehe erfordert wahnsinnig viele Kompromisse. Es muss aber ausgewogen bleiben. Wenn immer nur einer nachgibt und sich dem anderen unterordnet, dann ist die Beziehung bald gescheitert."

Statistisch erwiesen: Diese 7 Probleme lassen Ehen am schnellsten scheitern

Für eine britische Studie analysierten Paartherapeuten, welche ungelösten Probleme und Diskussionspunkte am schnellsten zum Scheitern einer frischen Ehe führen. Auch wenn die Befragung alleine englische Paare betraf, darf man doch davon ausgehen, dass die Herausforderungen für Frisch-Vermählte in Österreich nicht anders ist.

1

Abkehr vom ICH zum WIR. Für den anderen da zu sein, Dinge nicht mehr nur für sich selbst zu tun, sondern auch daran zu denken, wie man die Bedürfnisse des Partners wahr nimmt und sich bemüht, ihn ebenfalls glücklich zu machen – was so selbstverständlich klingt, ist meist die größte Hürde für Beziehungen.

2

Die gemeinsame Wohnung. Hat das Paar vor der Hochzeit noch nicht zusammengelebt, dann wird die erste gemeinsame Wohnung zu einer der größten Herausforderungen des Ehelebens. Unterschiedliche Vorstellungen von Nähe und Distanz, Ordnung und Laissez-Faire, Einrichtung und Aufgabenverteilung im Haushalt können zu einem Knackpunkt werden.

3

Streit über Geld. "Ich zahle alles, du nichts!" oder auch, ob eine neue Anschaffung getätigt wird: Streitigkeiten übers Geld sind Gift für die Beziehung. Wir wissen jetzt nicht, ob akribische Teilung aller Kosten, ein gemeinsames Haushaltsbudget oder genaue Aufteilung der budgetären Zuständigkeit die Lösung für euch ist. Aber Fakt ist: Ihr solltet euch darüber leider ganz unromantisch Gedanken machen.

4

Nervige Angewohnheiten. Er lässt seine Socken dort liegen, wo er sie auszieht. Sie entfernt nicht die Haare aus der Bürste. Er kaut mit offenem Mund. Sie zappt beim gemeinsamen Fernsehen ständig herum. Je mehr Alltag in eine Beziehung kommt, desto mehr entdeckt man auch nervige kleine Angewohnheiten. Über den Bestand der Liebe entscheidet, wie sehr man diese toleriert oder auch – ohne verletzend zu sein – thematisieren und damit ändern kann.

5

Unterschiedliche Bedürfnisse. Unterschiede ziehen einander an. Der Couch-Potatoe fühlt sich erst von der hyperaktiven Sportlerin angezogen, bringt sie doch vieles mit, was er nicht hat. Im Laufe der Ehe aber driften die Bedürfnisse wieder auseinander. Er möchte vor dem Fernseher liegen, sie noch zu der Party gehen. Hier braucht es wechselseitige Kompromisse, damit die Partner nicht auseinanderdriften.

6

Streit über Kinderwunsch/Erziehung. Ein Partner will Kinder, der andere nicht. Nur den wenigsten Paaren gelingt es, bei diesem wichtigen Lebensziel eine Lösung zu finden, die keinen von beiden für immer unglücklich macht. Auch elementare Streitigkeiten über die Erziehung der Kinder können zu extremer Frustration und damit zum Ende der Liebe führen.

7

Grenzen werden überschritten. In einer Beziehung ist gegenseitiger Respekt ein extrem wichtiges Gut. Die Grenzen des Partners zu überschreiten (sei es durch Beleidigungen, durch Ignoranz seiner Bedürfnisse, durch einen Seitensprung, durch Liebesentzug...) führt die Liebe in den Niedergang.